All ~ Eins ~ Sein


Die meisten Pflanzen in der Liste wachsen massenhaft und stehen allen Menschen kostenlos zur Verfügung. Verwechslungsmöglichkeiten mit giftigen Gewächsen sind angegeben, auf die jeweiligen Unterscheidungsmerkmale wird eingegangen. An sich können bei den aufgelisteten Pflanzen alle Teile verwendet werden, mit Ausnahme von Holunder (Blätter) und dem Scharbockskraut (Blätter in und nach der Blüte), wobei ihre schwache Giftigkeit durch die geschmackliche Reaktion angezeigt wird.

 

Liste der essbaren Wildbäume

A

Ahorn (Nahrhafte, junge Blätter, Blüten und Samen. Am Stamm kann man Saft gewinnen wie bei der Birke.)

 

Apfelbaum (Früchte und die jungen Blätter.)

B

Brombeere (Früchte, Blüten und Blätter. Die Blätter können auch im Winter genutzt werden, die Früchte beinhalten viel Vitamin C und helfen gegen Heiserkeit. Als Gurgelmittel bei Bronchitis und Halsentzündungen. Der Blättertee hilft des Weiteren bei Grippe, Durchfall und Darmkatarrh. Bei Hautentzündungen hilft Brombeerblättertee als Umschlag.)

Buche (Die jungen Blätter und die Bucheckern. Im Frühjahr kann man die auffälligen Buchenkeimlinge verwenden. Bei den Bucheckern vor dem Verzehr die grüne Schale entfernen, die Buchecker enthalten Oxalsäure und Blausäure. Werden sie geröstet, entweicht die Säure und man kann grosse Mengen essen. Die Bucheckern können geschält, gemahlen und der Brei gepresst in eine Gaze gefüllt werden. Das so gewonnene Öl ist sehr schmackhaft, lange haltbar und enthält viel Eiweiss - 1 Kilo Bucheckern ergibt einen halben Liter.)

Birke (Den Birkensaft gewinnt man durch Anzapfen der Stämme, am besten im Frühjahr. Eine Birke produziert etwa einen Becher Saft pro Tag: Rinde tief und senkrecht einschneiden, Becher darunter hängen. Nach Anzapfen der Bäume, immer die Wunde mit einem geschälten Ast schliessen. Das Anzapfen kann man jede zwei Jahre wiederholen, ohne dass der Baum zu Schaden kommt. Das Birkenwasser nie in einem Metallgefäss auffangen, der Saft sollte schnell verbraucht werden. Man kann im Frühjahr die Zweige kappen, um den Birkensaft fliessen zu lassen. Dieser Blutungssaft enthält im Frühjahr bis 2 % Traubenzucker sowie wertvolle Mineralien. Die hellgelbe Innenrinde, das sogenannte Kambium, schmeckt in Streifen geschnitten und weichgekocht sehr gut. Die innere Rindenstücke in einem Topf kochen bis die halbe Wassermenge verdampft ist und ein Brei entsteht. Kambium nutzt man am besten wenn im Frühjahr die Säfte in die Bäume steigen. Die Rinde von Bäumen nie rundherum ganz abschälen, da sonst der Nährstofftransport über das Kambium abgeschnitten ist und somit der Baum stirbt. In Island verwendet man die getrockneten und zermahlenen Blätter der Birken zum Würzen als Salzersatz. Dieses Salz ist besonders bekömmlich, da es im Vergleich mit herkömmlichem Salz 60 % weniger Natriumchlorid enthält. Man kann desweiteren als Salzersatz auch die Blätter der Linden, Ulme, Ahorn, Pappel und Buche verwenden. Eine Delikatesse sind die jungen, nahrhaften Blätter und die Blütenkätzchen. Aus den Birkenblättern wird ein harntreibender Tee zubereitet, der auch bei Nierensteinen hilft. Bei Birken sind oft Pilze in der Nähe, die eine einzigartige Symbiose der Natur widerspiegeln. Birke beinhaltet Saponine, ätherische Öle, Gerbstoffe, Harze, in der Rinde ein methylsalizylathaltiges Öl und Betulinsäure. Birke wirkt wassertreibend und unterstützt den Heilungsprozess bei Rheuma.)

Birne (Früchte und Knospen.)

E

Elsbeere (Die Früchte beinhalten viel Vitamin C, auch die ganz jungen Blätter finden Verwendung.)

Eiche (Reife, frische und sehr bitterschmeckende Eicheln ohne Schale und die jungen Blätter. Die Eiche hilft bei chronischen Durchfällen, Infektionen im Rachenraum und bei zu starker Menstruation. Die Eiche beinhaltet Eichengerbsäure, Pektin, Stärke, Elagsäure und die Eicheln zusätzlich Zitronensäure und fettes Öl. Gerbstoffe wirken entzündungshemmend und zusammenziehend. Die eingeritzten Eicheln können auch gekocht, nach mehrmaligen Wasserwechselbäder, gegessen werden. Eicheln kann man auch rösten. Gemahlen werden Eicheln als Kaffee-Ersatz verwendet. Mit feingemahlenen Eicheln als Mehlersatz lässt sich Brot backen. Eine bekannte, altertümliche Variante der Eichelnutzung: Reife, frische Eicheln mit Wasser übergiessen und 24 Stunde in Ruhe lassen. Diese Variante so oft wiederholen, bis das Schmutzwasser sich nicht mehr verfärbt. Anschliessend die Eicheln trocknen und die äusseren Schalen der Eicheln entfernen. Danach trocknet man die klein geschnittenen Eicheln nochmals gut, zermahlt sie und gebraucht sie als Mehlersatz.)

Esche (Eschensamen sind sehr schmackhaft. Die noch jungen Früchte der Esche eignen sich gut als Gemüse, auch die jungen Blätter können genutzt werden.)

Erdbeere (Früchte, Blüten und die Blätter, welche einen hohen Gerbstoffgehalt besitzen. Die reifen Früchte enthalten wertvolle Mineralstoffe, Fruchtsäuren und lösliche Kohlenhydrate, vor allem aber reichlich Vitamin C. Frische Früchte haben sehr viel Zucker, bis zu 10 % des Eigengewichtes. Der Tee aus Blättern hilft bei Durchfall und Wassersucht, wirkt beruhigend und harntreibend.)

F

Fichte (Jungen Triebspitzen von Fichtenästen. Zapfen über dem Feuer rösten und Samen essen. Fichtennadeln können zu jeder Jahreszeit als Tee zubereitet werden. Sie enthalten sehr viel Vitamin C. Rindenzubereitung auch möglich, siehe Birke. Verwechslungsgefahr mit der Eibe, die sehr stark zugespitzte Nadeln besitzt. Sie sind flach und stehen zweizeilig vom Ast ab. Die Nadeln der Fichte sind zwar auch zugespitzt, jedoch nicht flach und im Gegensatz zur Eibe im Querschnitt nahezu vierkantig, sie stehen allseits vom Ast ab. Aus Fichtentrieben kann man auch einen beliebten Sirup herstellen. Fichtensprossensaft wirkt schleimlösend und ist ein ausgezeichnetes Hustenheilmittel.)

Felsenbirne (Früchte.)

H

Hundsrose (Früchte, Blüten und die jungen Blätter. Bei Nutzung der Hagebuttenfrüchte, einen Brei kochen und dabei die Samenkörner entfernen, trocknen lassen sich die Früchte sehr gut. Rosenblüten enthalten beruhigende und hautpflegende ätherische Öle und Wachse. Das Mark der Hagebutten enthält etwa zwanzigmal mehr Vitamin C als Zitronen. Darüber hinaus enthalten sie Provitamin A, Mineralsalze, Fruchtsäuren und Zucker. Ein Tee aus den getrockneten Hagebutten wirkt bei Nieren und Blasenleiden, sowie Keuchhusten. Roh oder getrocknet helfen sie bei Würmer.)

Himbeere (Blätter, Blüten und Früchte. Die Blätter wirken krampflösend und die Früchte beinhalten Zitronensäure und andere organische Säuren, Vitamin C und verschiedene lösliche Kohlenhydrate. Tee aus Blättern hilft gegen Durchfall, Darmkatarrh und Fieber. Als Gurgelmittel hilft der Tee bei Bronchitis, Husten, Heiserkeit und Halsentzündung. Die Umschläge mit dem Tee helfen bei Hautentzündungen.)

Holunder (Die Blüten und Früchte, welche roh nur im vollreifen Zustand verwendet werden, zumeist abgekocht als Saft oder Mus. Holunderblüten enthalten wie das Aspirin Salicylsäure, diese wirkt schweisstreibend, fiebersenkend und gilt als Wundermittel bei Erkältungen. Neben den Aromastoffen enthält die Holunderblüte auch sehr viel wertvollen, mineralstoffreichen Blütenstaub; daher ist es zu raten die Dolden nicht zu waschen. Die Beeren enthalten in 100 g Frischgewicht rund 9 g Zucker, um 2 g Eiweiss und ca. 7 g Rohfaser, um 18 mg Vitamin C und etwa 700 mg Mineralstoffe. Holunderbeeren werden gesundheitlich sehr geschützt, da sie einen hohen Mineral- und Vitamingehalt besitzen. Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Zwergholunder, der widerlich riecht, längliche Blätter besitzt, unverholzt und kleiner ist. Vom roten Holunder, der kegelförmige und aufrechte Blütenrispen besitzt, können die abgekochten und entkernten Früchte genutzt werden. Der Blütentee hilft bei Katarrh, Schnupfen, Grippe, Zahn - und Ohrenschmerzen. Der Rindenaufguss bei Nieren - und Blasenerkrankung, Harnstauung, Rheuma und Gicht. Der Früchteguss ist ein gutes Abführmittel und ein Blütenreinigungsmittel bei Hautausschlag. Blütendolden sollten rasch getrocknet werden. Die jungen und gewöhnungsbedürftigen Triebe enthalten viel Methionin, eine wichtige Aminosäure und sollten nur in sehr geringer Menge zu sich genommen werden, da die Blätter, ab einer gewissen Menge, als schwach giftig gelten.)

Hasel (Nusskern enthält 60 % Öl, viel Eiweiss und Mineralien, auch die ganze jungen Blätter finden Verwendung.)

Heidelbeere (Die leckeren, vitaminreichen Beeren enthalten Invertzucker, Pektin, Gerbstoffe und wertvolle Säuren. Auch die Blätter der Heidelbeere sind essbar. Der Blättertee hilft bei Blasenerkrankungen, Bronchialkatarrh und Harnstauung. Der Beerentee bei Ruhr, Durchfall und als Spülmittel bei Munderkrankungen. Die getrockneten Beeren helfen gegen Durchfall.)

I

Immergrüne Bärentraube (Früchte.)

J

Johannisbeere (Die Früchte der schwarzen Johannisbeere enthalten viel Zitronensäure, auch die Blätter und Blüten finden Verwendung.)

K

Kornellkirsche (Im vollreifen Zustand die Beeren verwenden. Die Kirschen sind reich an organischen Säuren, Zuckern und Pektinen und enthalten viele Vitamine, vor allem Vitamin C.)

Kirsche (Früchte und die Blätter, wie auch die Blüten der Kirschen sind für die Wildküche verwendbar. Der Blättertee wirkt abführend, der Blütentee wirkt gegen Brechreiz und der Tee aus den Kirschenstielen bei Nierenleiden.)

Kiefer (Junge Triebspitzen von Kiefernästen. Kieferzapfen über dem Feuer rösten und Samen essen. Rindenzubereitung auch möglich, siehe Birke. Die Kieferrinde ist sehr wertvoll wegen ihrem Vitamin C Gehalt. Selbst Mehl kann man daraus herstellen.)

Kratzbeere (Saftige und herbe Früchte.)

Edelkastanie (Am einfachsten lassen sich die Kastanien über Feuer rösten, sollten dann aber an der Seite aufgeschlitzt werden damit sie nicht platzen. Kastanien enthalten gut 50 % Stärke. Auch verwendbar als Mehlersatz.)

Rosskastanie (Die reifen Kastanien sind sehr stärkereich und wären deshalb tatsächlich ein geeignetes Nahrungsmittel, doch ihr hoher Gerbstoff- und Bitterstoffgehalt lädt nicht gerade zu einer Mahlzeit ein, sie schmecken bitter und wirken zusammenziehend. Durch ihren hohen Saponingehalt sind sie in grösseren Mengen nicht zuträglich, aber man kann die Saponine ausschwemmen und dann die Rosskastaniensamen essen. Dazu röstet man die Samen bei niedriger Hitze leicht an, schält sie und schneidet sie in dünne Scheiben. Diese Scheiben werden mehrere Tange lang gewässert in immer wieder erneuertem Wasser, anschliessend kann man die Früchte kochen und essen. Sie enthalten 10% Eiweiss, 5 % Fett und 35 % Stärke.)

L

Linde (Nahrhafte, sehr leckere Blätter und schmackhafte Blüten. Lindenblüten wirken beruhigend, schlaffördernd, krampfstillend und schweisstreibend. Der Tee hilft auch bei Bronchitis und Angina. Die abwehrsteigernde Wirkung wurde von amerikanischen Kinderärzten dokumentiert. Im Vergleich zur Antibiotikatherapie gesundeten die mit Lindenblütentee behandelten Kinder 10mal schneller und komplikationsloser.)

Lärche (Jungen Spitzen von Lärchenästen. Rindenzubereitung auch möglich, siehe Birke.)

M

Moosbeere (Erntezeit nach dem ersten Frost um die Früchte roh zu essen, sie enthalten viel Vitamin C und Gerbstoffe. Vorher sollte man die Früchte nicht roh zu sich nehmen und als Kompott verarbeiten.)

Mispel (Die Frucht braucht erst einmal Frost um geniessbar zu werden, dann öffnen sich aber Geschmackswelten.)

Mehlbeere (Früchte zu Mus verarbeitet oder in Brot eingebackt. Auch gedörrt sind sie schmackhaft, sie enthalten Apfel- und Zitronensäure. Als Brot werden sie im trockenen, gemahlenen Zustand verwendet.)

O

Olivenbaum (Die Früchte, auch die Blätter sind nutzbar.)

P
 
Preiselbeere (Früchte enthalten reichlich Vitamin C, mehrere organische Säuren, Gerbstoffe sowie Provitamin A und fäulnishemmende Stoffe. Verwechslungsgefahr mit der Bärentraube, doch kann man diese unterscheiden anhand der netzartigen Blattunterseite, die bei der Preiselbeere durch braune Drüsen punktiert ist. Im Frühjahr kann man die kleinen, festen Blätter ernten.)

Pappel (Blätter und Rindenzubereitung siehe Birke. Der Baum hilft bei rheumatischen Beschwerden, Blasen- und Prostataleiden.)

R

Rauschbeere (Früchte ab Spätherbst verwenden.)

S

Steinbeere (Früchte.)

Sanddorn (Früchte enthalten Vitamine, vor allem Vitamin C, aber auch Carotin sowie reichlich essentielle Fettsäuren im Fruchtfleisch. Sie enthalten 1% Vitamin C, Vitamin A und Falcone, die die Wirkung des Vitamin C aktivieren. Sanddornsaft schützt bei Erkältungen und stärkt nach Schwächezuständen, ausserdem ist ein Heilmittel bei Bronchitis. Sanddorn enthält übrigens auch Vitamin B12.)

Schlehe (Nach dem ersten Frost werden die Beeren gesammelt und können roh ohne Stein gegessen werden. Schlehen enthalten organische Säuren, Gerbstoffe und Vitamin C. Auch die zarten Blätter und die Blüten finden Verwendung. Gerade die Blüten sind geschmacklich sehr fein und eignen sich auch für einen blutreinigenden und harntreibenden Tee. Die Beeren regen den Kreislauf und besitzen eine hautreinigende Wirkung.)

Stachelbeere (Früchte und die jungen Blätter. Aus den Blättern lässt sich ein angenehmer Tee herstellen.)

Speierling (Früchte enthalten reichlich Gerbstoffe.)

 

Sauerdorn (Früchte und die ganz jungen Blätter.)

T

Tanne (Wird gleich verwendet wie Fichte. Die Tanne ist für manche schwer zu unterschieden von der Fichte. Die Tanne ist am Anfang ziemlich stark mit Harzbeulen versehen und hat eine dunkelbraune Borke, später verfärbt sich die Borke weiss und silbergräulich. Die Fichte hat hängende Zapfen und die Tanne die Senkrechtstehenden. Ein weiterer Unterschied zwischen den Zapfen ist, dass die Fichte ihre Zapfen nach der Samenentlassung am ganzen Stück verliert, doch die Zapfen der Tanne nach der Samenreife schon auf dem Baum zerfallen. Bei der Fichte sind die Nadeln auch viel spitzer als bei der Tanne und sind rund um den Ast besetzt. Die Tannennadeln dagegen sind in einer scheitelförmigen Anordnung an den Ästen angewachsen und sind weich anzufassen. Noch ein guter erkennbarer Unterschied ist, die Rinde der Fichte ist rissig, dagegen die der Tanne immer glatt, bis auf die der Tanne immer glatt, bis auf die griechische Tanne, doch ist diese wild nur in Griechenland zu finden. Eine weitere Differenzierung ist der Bau der Krone. Bei der Tanne ist die Krone oben abgerundet und bei der Fichte läuft sie nach oben Spitz zu und ist kegelförmig.)

U

Ulme (Nahrhafte Blätter und die sehr jungen Früchte. Rindenzubereitung auch möglich, siehe Birke.)

V

Vogelbeere (Erntezeit der Früchte unbedingt im Spätherbst nach dem ersten Frost, im rohen Zustand nicht für jeden ein Genuss, deshalb Verarbeitung zu Mus oder Marmelade. Die Früchte beinhalten Vitamine, vor allem Vitamin C. Vogelbeere begünstigt den Stoffwechsel und unterstützt die Tätigkeit der Leber. Blüten kann man auch verwenden, wie die ganz jungen Blätter.)

W

Weissdorn (Früchte, Samen, Blüten und die jungen Blätter. Weissdorn besitzt blutdrucksenkende und krampflösende Stoffe. Die Früchte haben einen hohen Gehalt an Zucker, Pektin und Vitamin C. Das Fruchtfleisch kann getrocknet und dann als Zusatz zum Mehl verwendet werden.)

Heidewacholder (Zarte Triebe und die Beeren. Rindenzubereitung auch möglich, siehe Birke. Verwechslungsgefahr mit dem Stinkender Wacholder. Dieser besitzt jedoch nicht so spitze und abstehende Nadeln, seine Blätter sind schuppenförmig. Nicht in grösseren Mengen verwenden.)

Weinrebe (Früchte und die jungen Blätter, die Triebspitzen sind ein Genuss.)

Walnuss (Nüsse enthalten 50 % Öl. Am Stamm kann man Saft gewinnen wie bei der Birke.)

Weide (Die Blätter der Weide sind essbar und man kann die Rinde zubereiten, siehe Birke. Weide wirkt schmerzstillend und fiebersenkend. In der Rinde der Weide ist Salicyl, als Tee abgebrüht oder roh gekaut bewirkt es eine schmerzbetäubende Wirkung. Den Aufguss aus Weidenrinden hilft bei Angina.)

Liste der essbaren Wildpflanzen

A

Aster (Blüten.)

 

Alant (Blüten und Wurzeln, auch die weichen Blätter finden Verwendung.)

 

B

Barbarakraut (Die jungen Blätter, Samen und Blüten.)

Bärenklau (Blätter, Stängel, Blüten, Samen und Wurzeln. Im Frühjahr werden die jungen Blätter geerntet, solange sie noch zusammengefaltet sind und hellgrün glänzen. Im Frühsommer werden die Blattstängel gesammelt und roh verarbeitet. Später, im Sommer, werden die fleischigen Stängel abgeschnitten und vor dem Verzehr geschält, da sie dicht und rau behaart sind. Sie können nach wie vor roh verzehrt werden, die ausgewachsenen Blätter sollten besser gekocht gegessen werden. Die jungen Blütenknospen sind sehr zart und aromatisch im Geschmack. Im Herbst werden dann die Samen genutzt. Die weisse Wurzel kann man im Herbst bis Frühjahr ernten. Bärenklau ist blutdrucksenkend und verdauungsfördernd. Er wird auch Ginseng der Europäer genannt. Verwechslungsgefahr mit dem Riesenbärenklau, der sich jedoch aufgrund seiner imposanten Grösse unterscheidet.)

Bärlauch (Junge Blätter, Blüten und Wurzeln. Bärlauch ist in seiner anregenden, harntreibenden Wirkung dem Knoblauch sehr ähnlich. Er regt Magensäften an und hemmt Fäulnis - sowie Gärungsbakterien. Ein gemeinsames Merkmal aller Lauchgewächse ist ihr Gehalt an ätherischem, schwefelhaltigem Öl, dem eine anregende, entgiftende und blutreinigende Wirkung nachkommt. Bärlauch hilft bei Blähungen, Durchfall, Stoffwechselstörung und Appetitlosigkeit. Bärlauch wird unwirksam bei Trocknen. Die kleinen länglichen Zwiebeln des Bärlauchs können wie Knoblauch verwendet werden und werden von Sommer an ausgegraben. Bärlauch kann man leicht mit der Herbstzeitlosen und dem Maiglöckchen verwechseln. Bärlauch hat aber im Gegensatz zum Maiglöckchen andere Blätter. Bei Bärlauch ist die Blattunterseite matt und das gesamte Blatt weich. Beim Maiglöckchen ist die Blattunterseite grünglänzend und die Blätter fühlen sich fester an. Blätter vom Maiglöckchen entspringen meist zu zweien der Wurzel und besitzen keine Zwiebel wie der Bärlauch. Die trichterförmigen Blätter der Herbstzeitlose laufen auf einen Stängel zusammen und sind somit im Gegensatz zum Bärlauch stiellos.)

Brennessel (Das Kraut kann mit einem Handschutz gepflückt werden, die feinen Nesselhärchen können durch Druck oder abbrühen entschärft werden. So kann man die Brennessel nicht nur als Spinat sondern auch als Salatkost geniessen. Brennesselblätter enthalten fast doppelt soviel Proteine wie die Sojabohne und in reichem Masse Spurenelemente, Vitamin A sowie wichtige Enzyme und Kieselsäure. Die Brennessel wirkt entgiftend und blutreinigend, aber auch harntreibend. Brennesselblätter lassen sich gut trocknen und bereichern als Pulver auch während des Winters unser Essen mit wichtigen Mineralstoffen. Die Samen finden auch Verwendung und schmecken ähnlich wie Mandeln.)

Bitterkraut (Das junge Kraut wird zumeist als Kochgemüse genutzt, es empfiehlt sich den Sud wegzuschütten.)

Braunelle (Jungen Triebe, Blüten und Blätter werden genutzt. Die Braunelle enthält Gerb- und Bitterstoffe, Fette, Harze und Öle, die sie als Heilpflanze bei Entzündungen im Mund und Rachenraum sowie zur Munddesinfektion prädestinieren. Der Tee aus den Blütenköpfchen wirkt nervenstärkend.)

Beifuss (Die jungen Blätter und Triebe. Das Kraut wird hauptsächliche als Gewürz genutzt und enthält das ätherische Öl Cineol. Beifuss wirkt verdauungsfördernd, magenstärkend und hilft bei Blähungen. Man erntet idealerweise die oberen Triebspitzen im Blütenknospenstadium.)

Borretsch (Blüten. Borretsch enthält entzündungshemmende Gerbstoffe, ihre Wirkung nutzt man bei Hautkrankheiten. Borretschtee wirkt blutreinigend und harntreibend, die Schleimstoffe lindern Husten und Bronchitis.)

Bibernelle (Blätter, Stängel, Wurzeln und Samen finden Verwendung. Bibernelle wirkt magenstärkend und hilft bei Entzündungen der oberen Atemwege.)

Beinwell (Die Sprossen kann man im Frühjahr, die jungen Blätter fast den ganzen Sommer durch ernten und roh oder wie Spinat gekocht essen. Die Zubereitung der Wurzel ist gleich wie bei der Kartoffel. Beinwell ist sehr proteinreich und in ihrem Nährwert mit tierischem Eiweiss vergleichbar. Beinwell enthält in den essbaren Blüten das für Vegetarier so wertvolle Vitamin B12. Des Weiteren enthält das Kraut wertvolle Pflanzenschleime, Gerbstoffe und Allantoin. Die enthaltenden Schleim- und Gerbstoffe machen Beinwell zu einem Heilmittel bei Magen- und Darmerkrankungen. Man kann Beinwellwurzeln auch pulverisieren und das Pulver formen zu Plättchen. Sie werden hart wie Holz und schon haben wir Kekse. Bevor sie hart werden kann man auch Beeren oder Öl dazu geben. Wer Lust auf Süsses hat saugt die Blüten aus. Bei Verrenkungen, Zerrungen, Prellungen und Knochenhaut - bzw. Sehnenscheidentzündung lindert Beinwell aus Umschlag. Verwechslungsgefahr mit dem Fingerhut, doch sind Fingerhutblätter nicht so rau, sondern flaumig beharrt und der Blattrand ist im Gegensatz zum Beinwell gezähnt.)

Bärwurz (Junge Blätter, Blüten und Wurzeln.)

Berufkraut (Das Kraut kann für einen Salat verwendet werden, in Amerika wurde die Pflanze gegen Durchfall genutzt.)

 

Baldrian (Junge Blätter, Blüten und Wurzeln.)

D

Dost (Schmackhafte Blätter, Blüten und Stängel. Dost enthält ätherische Öle, Harze und Gerbstoffe. Er wirkt schweiss- und harntreibend, magenwirksam und krampflösend. Dost hilft bei Blähungen und Durchfall, er desinfiziert den Verdauungstrakt.)

Disteln besitzen mehr Eiweiss als Soja und haben einen hohen Kalorienwert. Die Blätter von ihnen sind von den Stacheln zu befreien und sind dann gut nutzbar. Ihre dicken und saftigen Wurzeln können auch gekocht gegessen werden, der Blütenboden schmeckt nussähnlich.

Folgende Distelarten und Teile sind für die Wildküche zu empfehlen:

Eseldistel (Blätter und die Wurzeln. Der Blüteboden wird zubereitet wie die Artischocke.)

Nickende Distel (Blütenboden, Blätter und die geschälten Stängel.)

 

Krause Distel (Wurzeln, Blätter und die geschälten Stängel.)

 

Kratzdistel (Blütenboden, Wurzeln, Blätter und die geschälten Stängel. Bei der Alpenkratzdistel ist die Zubereitung als Wurzelgemüse volkstümlich bekannt.)

Kohldistel (Blütenboden, Wurzeln, die Blätter und Stängel.)

 

Gänsedistel (Blütenboden, Wurzeln und die Blätter.)

 

Golddistel (Wurzeln und die Blätter.)

 

Silberdistel (Blütenboden. Die Silberdistel ist auch als Wetterdistel bekannt, da die Blütenkörbchen nur bei trockener Witterung geöffnet sind.)

 

E

Eibisch (Die Wurzeln sind sehr kohlenhydratreich und haben einen angenehmen, süsslichen Geschmack, in England bereitet man eine Süssspeise aus den Wurzeln. Eibischblätter und -wurzeltee haben eine schleimlösende Wirkung und sind sehr zu empfehlen bei Husten. Die Blüten sind sehr schmackhaft.)

Engelwurz (Junge Blätter, Samen, Wurzeln, Triebe und Blüten. Die Inhaltstoffe von Wurzeln und Blättern sind ätherisches Öl, Bitter - und Gerbstoffe sowie Angelika - und Baldriansäure, diese wirken verdauungsfördernd und entwässernd.)

Bachehrenpreis (Nach gründlichem Waschen werden die jungen Stängel, Triebe, Blüten und Blätter genutzt. Blutreinigende und harntreibende Wirkung. Auch die anderen Ehrenpreisarten können genutzt werden.)

 

Eisenkraut (Die jungen Blätter und die Blüten.)

F

Feldsalat (Die Blätter roh oder als Gemüse, die Blüten und Samen.)

Frauenmantel (Junge Blätter und die Blüten. Frauenmantel gilt als wichtiges Frauentonikum, hilft bei Menstruationsstörungen und bei Darmbeschwerden.)

Gänsefingerkraut (Ein sehr schmackhaftes Gemüse lässt sich aus den jungen Trieben und Blättern zubereiten. Die stärkehaltigen Wurzeln und die Blüten können auch verwendet werden. Fingerkraut hilft bei Magen- Darm - und Menstruationsbeschwerden. Mit je 300 - 400 mg Vitamin C in je 100 g übersteigt Gänsefingerkraut sogar die Kiwi. Auch die anderen Fingerkräuter lassen sich verwenden.)

 

Fetthenne (Junge Blätter roh oder als Gemüse, bei der Purpurfetthenne werden die bohnengrossen, essbaren Wurzeln genutzt.)

Fuchsschwanz (Junge Blätter, Blüten und die Samen, die Pflanze ist reich an Magnesium.)

 

Ferkelkraut (Junge Blätter, Blüten und Wurzeln.)

 

G

Gundermann (Die jungen Blätter, Blüten und Triebspitzen finden Verwendung. Gundermann enthält viel ätherisches Öl, die Bitterstoffe und Saponine regen die Verdauung an und stärken Herz und Leber. Ein Tee mit den Blättern hilft bei Nierensteinen.)

Gänseblümchen (Blüten und Blätter, Gänseblümchen kann zu jeder Jahreszeit genutzt werden, selbst unter Schnee. Das Gänseblümchen enthält Saponine, Bitter- und Schleimstoffe, ätherisches Öl und organische Säuren. Aufgrund dieser Inhaltstoffe wirkt es stoffwechselanregend, blutreinigend und entwässernd. Gänseblümchentee wirkt krampflösend, hustenstillend und leicht abführend. Als Heilmittel bei Hauterkrankungen und Leberleiden wird die Pflanze traditionell angewandt. Des Weiteren hilft der heisse Aufguss aus den Blüten bei Erkältungskrankheiten, Blasenbeschwerden, Nierenbeschwerden, Gicht und Rheumaschmerzen.)

Guter Heinrich (Hauptsächlich wie Spinat genutzt, im späten Frühjahr roh die jungen Blätter. Im Sommer werden die Blätter und die jungen Triebspitzen über Dampf gegart. Die Pflanzen enthalten viel Proteine, Provitamin A, Vitamin B, Vitamin C sowie verschiedene Mineralstoffe. Die nahrhaften Samen wurden früher oft in den Brotteig zugesetzt, wie auch die Blüten Verwendung finden.)

Wiesenglockenblume (Blüten, Sprosse, Wurzeln und die Blätter. Auch die anderen Glockenblumenarten kann man auf diese Weise verwenden.)

Weisser Gänsefuss (Blätter und Triebspitzen, sowie die Samen.)

Geissraute (Junge Blätter.)

Giersch (Jungen Blätter, Stängel und Blüten. Giersch ist sehr vitaminreich und besitzt eine entgiftende Wirkung. Die Blattstiele lassen sich zu einem Muss verarbeiten.)

Waldgeissbart (Junge Triebe finden Verwendung.)

Gräser (Sogar im Winter unter Schnee verzehrbar, doch sollte nur Wildpflanzen gewöhnte Menschen auf diese Alternative zurückgreifen. Besonders zum empfehlen sind Quecke, Ruchgras, Wiesenlieschgras und Federgras. Eine wertvolle Sache sind die Samen aller Gräser, die den stressigen Ackerbau, in ein komisches Licht rücken lassen. Alle Getreidesorten waren ursprünglich Gräser, die durch Zucht zu grösseren Erträgen gebracht wurden. Die stärkehaltigen Grassamen sind am Anfang mühsam zu ernten, aber sehr nahrhaft und haltbar. Besonders bei der Quecke findet man feine Samen und auch die Wurzel kann verwendet werden. Früher wurden die Wurzelausläufer zu Mehl, Salat, Gemüse oder als Kaffeeersatz benutzt. Gräser unterliegen keiner Verwechslungsgefahr. Bei der Quecke ist theoretisch eine Verwechslung mit dem Lein - Loch und Taumel - Loch möglich, die Samen beider Arten sind oft von einem giftigen Pilz befallen. Bei der Quecke sind die Hüllspelzen etwa ¾ solang wie die Ähren, beim Taumel - Loch sind die Hüllspelzen viel länger als die Ähren. Lein - Loch gilt als ausgestorben.)

Günsel (Früher benutzte man die Pflanze zur Wundheilung, ihre Blätter und Blüten finden Verwendung.)

 

Pfennigblättriger Gilbweiderich (Schmackhafte Blätter, Stängel und Blüten. Die Pflanze enthält Flavonoide, Saponine und Gerbstoffe, andere Gilbweidericharten können auch genutzt werden.)

 

Kanadische Goldrute (Triebspitzen, Stängel und Blüten.)

H

Huflattich (Blätter, Wurzeln und Blüten. Huflattich enthält Schleimstoffe, Inulin und Gerbstoffe. Huflattich mildert den Hustenreiz, hilft bei Bronchitis und wirkt schleimlösend. Die frischen, zerquetschten Blätter nimmt man als Umschläge bei Geschwüren und Venenentzündung. In den Blättern sind mehr wirksame Inhaltstoffe enthalten als in den Blüten. Huflattich schnell in warmer Luft trocknen. Der Filz sollten an den Blättern entfernt werden. Huflattichblätter sind leicht mit den Blättern der Pestwurz zu verwechseln. Doch die Blätter des Huflattichs sind runder, weniger scharf gesägt, fühlen sich fest und an der Oberfläche gummiartig an. Huflattich besitzt keine deutlich ausgeprägten Blattnerven, die Blätter der Pestwurz fühlen sich dagegen dünn an und die Blattnerven treten deutlich hervor. Ausserdem sind die Blattstiele des Huflattichs oben rinnig, im Gegensatz zur Pestwurz. Eine Verwechslung mit der Pestwurz wäre aber nicht tragisch, da ähnliche Inhaltsstoffe und damit eine vergleichbare Wirkung vorliegt.)

Hopfen (Essbare Blüten, Triebe, Wurzeln und die jungen Blätter. Die essbaren Hopfentriebe enthalten wertvolle Vitamine. Sie werden geschält, aufgeschnitten und zumeist weich gekocht.)

Hainsalat (Junge Blätter und Wurzeln.)

Hellerkraut (Blätter, Blüten, Wurzeln und Samen.)

Hirtentäschel (Junge Blätter, Blüten, Wurzeln und Samen.)

Habichtskraut (Verwendung finden in erster Linie die jungen Blätter und Blüten vom kleinen Habichtskraut.)

 

Hederich (Die jungen Blätter, Blüten und Samen.)

 

Hohlzahn (Es können die Blätter, Samen und Blüten genutzt werden.)

 

Hauchhechel (Die jungen Triebe, Blüten und Wurzeln.)

I

 

Isländisches Moos (Flechte 24 Stunden einweichen, Wasser anschliessend wegschütten und erneut in Wasser aufkochen. Als Heilmittel wirkt sie antibiotisch, sprich Krankheitserregern entgegenwirkend, gegenüber Pilzen und Bakterien, die Flechte enthält Vitamin B12.)

 

Astiger Igelkolben (Stängel an der Basis und die Wurzeln.)

J

Johanniskraut (Der Tee wirkt stimmungsaufhellend und antidepressiv, die Triebe und Blüten können selbstverständlich auch direkt konsumiert werden. Ausserdem hat er eine allgemeine stärkende Wirkung; es wird bei geistiger Erschöpfung, Blutarmut und nach schweren Erkrankungen zur Rekonvaleszenz empfohlen.)

K

Kapuzinerkresse (Blüten, sie enthalten viel Vitamin Cl.)

Brunnenkresse (Kraut, Blüten und Samen. Brunnenkresse sollte nicht unterhalb einer Grasweide gesammelt werden und vor dem Verwenden gut gewaschen werden. Brunnenkresse enthält viel Vitamin C, Provitamin A, die Vitamine B und E, Niacin sowie wichtige Mineralstoffe, besonders Eisen und Jod. Brunnenkresse kräftigt den Organismus und wirkt anregend auf die Verdauung. Kresse wirkt blutreinigend, verdauungsfördernd und harntreibend. Andere Kressearten wie Pfeilkresse, Sumpfkresse und Feldkresse sind ebenso verwendbar.)

 

Knoblauchsrauke (Blätter, Samen, Blüten und die scharfen Wurzeln. Die Samen werden Anfang Juni gesammelt, indem Sie den Stängel mit den reifen Samenkapseln, Hals über Kopf in ein Papiersäckchen oder in eine Schale schütteln. Medizinisch anerkannt ist die antiseptische und wundheilende Wirkung. Sie eignet sich wie Brennessel, Bärlauch und Gundelrebe als Frühjahrskur, da sie auch blutreinigend und harntreibend wirkt.)

Kalisalzkraut (Die jungen Blätter und ganzen Pflanzen werden im Frühjahr geerntet und als Gemüse oder roh verwendet; die Pflanze ist reich an Alkalisalzen.)

Klatschmohn (Samen und Blüten, hilft bei Heiserkeit und gilt als Beruhigungsmittel. Auch junge Blätter vor der Blüte kann man nutzen.)

Rotklee (Die eiweissreiche Blätter, Samen und die Blüten. Auch andere Kleearten sind nutzbar.)

 

Hopfenklee (Die oberirdischen Pflanzenteile, wie auch die Blüten finden Verwendung.)

 

Hornklee (Triebe, Blätter und Blüten.)

Waldsauerklee (Junge Blätter roh oder als Gemüse, auch die Blüten und Wurzeln sind nutzbar. In Asien wird er benutzt um Fieber zu senken und Schwellungen zu mildern. Selbst im Winter ist er nutzbar.)

Kamille (Genutzt werden die Blüten und Blätter. Kamille wirkt gegen Entzündungen, krampfstillend, beruhigend und wundheilend. Der Tee ist ideal für Mundspülungen und Magen - Darm Problemen. Er regt die Schweissbildung an, bei fieberhaften Erkrankungen, bei Leber - und Blasenbeschwerden. Als Gurgelmittel bei Entzündungen im Mund und am Zahnfleisch. Umschläge mit heissem Kamilleabsud helfen bei Entzündungen und Wunden. Es gibt verschiedene Arten von Kamille, wobei die Echte Kamille die stärkste Heilpflanze in dieser Pflanzengruppe darstellt. Die strahlenlose Kamille schmeckt auch sehr aromatisch und ist leicht erkennbar, da sie keine ausgeprägten weissen Blütenblätter besitzt. Geruchlose Kamille und Hundskamille haben im Gegensatz zur Echten Kamille keinen hohlen Blütenboden, sondern einen markig ausgefüllten.)

Kleinblütiges Knopfkraut (Die jungen Blätter, Triebe, Blüten und Stängel.)

 

Wiesenkümmel (Verwendbar sind die jungen Blätter, die Sprosse und die Samen. Die Wurzel kann als Gemüsezusatz verwendet werden.)

Klette (An der Klette sind die jungen Blätter, Stiele und die Wurzeln zu nutzen. Es ist zu empfehlen die Rinde der Stiele und Wurzel zu entfernen. Die Blätter werden wie Spinat verwendet. Klettengemüse ist für Magen, Leber und Galle besonders schonend. Die Klettenwurzel wird zumeist getrocknet oder abgekocht zubereitet. Die Kleine Klette kann gleich verwendet werden wie die grosse Klette. Die Wurzel ist aufgrund ihrer Inhaltsstoffe sehr von Vorteil für Diabetiker. Die filzige Klette ist ungeniessbar und zu unterscheiden an den stark wollig umhüllten Köpfchen.)

Kornblume (Blüten.)

Vogelknöterich (Blätter, Blüten, Samen und Stängel. Vogelknöterich ist sehr Vitamin - und Eiweissreich. Auch andere Knötericharten werden genutzt. Beim Schlangenknöterich wird die stärkereiche und ergiebige Wurzel verwendet.)

 

 

Kohllauch (Blätter, Blüten und Zwiebel.)

 

Königskerze (Blüten und die jungen Blätter. Die Königskerze enthält Vitamin B12.)

L

Löwenzahn (Die jungen Blätter des Löwenzahns, Blüten und Wurzeln. Aus den getrockneten Wurzeln kann man Kaffee-Ersatz herstellen, wozu man die Wurzeln trocknet, in einer Pfanne röstet und mahlt. Die Wurzel sollte man idealerweise im Frühling und nicht im Herbst sammeln. Die Blätter welche am tiefsten eingekerbt sind wirken am heilkräftigsten. Im Herbst sind auf den Wiesen junge und frische Löwenzahnblätter zu finden. Die Blätter enthalten mehr Provitamin A als Karotten und vierzigmal mehr als herkömmlicher Salat, darüber hinaus die Vitamine B und C sowie Mineralsalze, Gerb- und Bitterstoffe. Im Vergleich zu Spinat enthält er dreissigmal mehr Eisen. Der im Frühjahr noch angenehm bittere Geschmack regt den gesamten Verdauungsapparat an. Leber, Galle, Milz, Bauchspeicheldrüse und Nieren werden gestärkt. Löwenzahn wirkt harntreibend und blutreinigend. Löwenzahn hilft bei Stoffwechselstörungen und kräftigt den Körper. Der Blütenstaub enthält besonders viele Spurenelemente und die Löwenzahnwurzel, die roh oder gekocht gegessen wird, ist reich an Inulin.)

Lavendel (Blüten.)

Löffelkraut (Samen und die frischen, grünen Blätter roh oder als Gemüse. Die Pflanze enthält neben viel Vitamin C, Mineralstoffe, Gerbstoffe und ein Senföl.)

Wiesenlabkraut (Fast das ganze Jahr kann man die Blätter und zarten Stängel nutzen. Auch die Blüten und Samen finden Verwendung. Andere Labkrautarten, wie das Echte Labkraut und Klettenlabkraut, werden in ähnlicher Weise verwendet.)

Lungenkraut (Die jungen Blätter roh oder als Gemüse, auch die Blüten werden genutzt. Der Tee hilft bei Bronchialkatarrh, Blasensteine, Ruhr, Blutharn und Tuberkulose. Man nutzt die Wirkung des Krautes in Form von Umschlägen auf die Wunde.)

Krauses Laichkraut (Blätter und Wurzeln.)

 

Kompasslattich (Die Wurzeln und die jungen Blätter, am besten dabei vom  Milchsaft befreien. Diese Pflanze ist auch bekannt zur Orientierung der Himmelsrichtungen.)

 

Mauerlattich (Die jungen Blätter und die Blüten.)

 

Kuckuckslichtnelke (Junge Blätter und Blüten.)

 

Luzerne (Junge Triebe, Blüten und Samen. Die Luzerne enthält Vitamin B12.)

 

M

Melde (Die Blätter und Triebspitzen roh oder wie Spinat genutzt. Auch die schmackhaften Samen finden Verwendung. Melden enthalten viel Proteine, Provitamin A, Vitamin B, Vitamin C sowie verschiedene Mineralstoffe. Melde nicht mit dem Bingelkraut verwechseln, welches in wärmeren Gebieten wächst und durch seine gezähnte Blattform zu unterscheiden ist.)

Malve (Junge Blätter, Blüten, Wurzeln und die geschälten Früchte werden genutzt. Die Blüten sollten am besten nur an trockenen Tagen geerntet werden. Malven haben einen hohen Gehalt an Proteinen, Provitamin A, Vitamin B und C, sie enthalten Schleimstoffe und Anthocyane. Wegen ihres hohen Schleimstoffgehalts wirken sie reizmildernd und schleimlösend. Malve wirkt entzündungshemmend und hilft bei Bronchitis. Nicht Pflanzenteile mit braunen Stellen sammeln, siehe Sauerampfer.)

Mädesüss (Junge Blätter, Blüten und die Wurzeln. Die Blüten enthalten kleine Mengen Salicylsäure. Mädesüss besitzt schweiss- und harntreibende Eigenschaften. Die grünen Pflanzenteile und die Wurzeln können für Salate und Gemüse verwendet werden.)

Mannstreu (Junge Sprossen im Frühling roh und die Wurzeln als nahrhaftes Gemüse.)

Margerite (Jungen Triebe, Blätter und Blüten, wie auch die Wurzeln. Sie wirkt gegen Verschleimung, Wassersucht, Blasengriess und die Umschläge verwendet man bei Hautausschlag.)

Milzkraut (Das Kraut wird roh genutzt und gilt als altes Heilmittel.)

Wilde Möhre (Verwenden kann man die Blätter, Samen, Blüten und die Wurzeln, die allerdings holziger ist, als man es von Karotten gewöhnt ist. Gut verwendbar sind die Wurzeln ab Oktober des ersten Lebensjahres, in der die Möhre eine Blattrosette bildet, bis zum April des darauffolgenden Frühjahrs. Die Möhre enthält Provitamin A in grösseren Mengen, weitere Vitamine sowie Ballaststoffe. Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldengewächsen, doch hat die Möhre unter der Dolde stark ausgeprägte Hüllblätter, zumeist eine schwärzliche Blüte in den Dolden und die charakteristische, leicht gelbliche Möhrenwurzel.)

Meerrettich (Die jungen Blätter können neben den Wurzeln und den Blüten genutzt werden.)

Melisse (Die jungen, frischen Blätter schmecken sehr angenehm. Bei Verdauungsschwäche, starken Blähungen oder Verstopfung hilft der Tee aus den Blättern.)

Pfefferminze (Blätter und Blüten sehr schmackhaft. Alle Minzearten enthalten verdauungsfördernde, antiseptische und anregend wirkende Öle. Es gilt zu beachten dass die Poleiminze, die einigste giftige Minzeart, leicht mit der Ackerminze zu verwechseln ist. Die Poleiminze und Ackerminze haben, neben der Wasserminze, ein charakteristisches Merkmal. Ihre Blütenstände stehen in den Achseln der Blätter quirlig angeordnet, im Gegensatz zu den sonst üblichen ohrenförmigen Blütenständen. Die Ackerminze und Poleiminze sind regelrechte Doppelgänger, man kann sie optisch am besten anhand der Blätter unterscheiden. Die Blätter der Ackerminze sind grobgezähnt und die leuchtend grünen Blätter der Poleiminze sind ungezähnt mit stumpfer Spitze. Die Wasserminze hat ovale und gezähnte Blätter, die Blütenstände stehen, im Gegensatz zu den anderen zwei Minzearten, nicht durchgehend am Stängel, sondern sind am oberen Ende der verzweigten Pflanze angeordnet. Minze hilft bei Magenverstimmung, Erbrechen, Gallensteine, Husten und Heiterkeit.)

Vogelmiere (Junge Blätter und Triebe das ganze Jahr über. Vogelmiere enthält doppelt soviel Kalzium, dreimal so viel Kalium und Magnesium und siebenmal soviel Eisen wie der Kopfsalat, zwei- bis achtmal soviel Vitamin A und C wie der Kopfsalat, Vitamin B1, B2 und B3, das Spurenelement Selen, Schleimstoffe, Saponine, Flavonoide, Kieselsäure und Gammalinolensäure. Verwechslung wäre im weitesten Sinne mit den Ackergauchheil möglich, der aber einen vierkantigen Stängel besitzt und orange Blüten. Auch die anderen Mierearten können ähnlich genutzt werden.)

Moos (In Massen verwenden, Mosse beinhalten Omega-3-Fettsäuren. Bekannt ist die Moossuppe, bei der Tannenmoos verwendet wird. Es gibt keine giftigen Moosarten.)

 

N

Echter Nelkenwurz (Die jungen Blätter roh oder als Gemüse, Blüten und die Wurzel im Herbst oder Frühjahr.)

Bachnelkenwurz (Blätter und die nektarreichen Blüten. Er nutzt bei Durchfall, Magen- und Darmstörungen und Leber - und Gallenbeschwerden.)

Nachtviole (Blüten)

Nachtkerze (Die Wurzeln im Herbst oder Frühjahr, bevor der Blütenspross treibt, sowie die Blüten. Man erntet die etwa 15 cm langen Wurzeln am besten vom Herbst des ersten Jahres, also dem Rosettenstadium, bis zum Frühjahr. Auch die jungen Blätter können verwendet werden.)

Natternkopf (Jungen Blätter, am besten vor der Blüte und die Blüten.)

O

Ochsenzunge (Jungen Blätter und Sprossenspitzen, am besten vor der Blüte. Verwechslungsgefahr mit jungen Fingerhütten, die jedoch weniger steif behaarte Blätter besitzen. Auch die Blüten von der Ochsenzunge sind schmackhaft.)

Odermennig (Zum Verzehr eignen sich die Blätter vor der Blüte.)

P

Pastinak (Blätter, Blüten, Wurzeln und Samen, die ähnlich wie Kümmel beruhigend bei Magenbeschwerden wirken. Pastinak hat einen hohen Nährgehalt in der Wurzel, welche am besten im ersten Jahr im Spätherbst oder Winter ausgegraben werden sollten. Die Wurzel enthält viel Vitamin C, Stärke und Eiweiss.)

Wiesenplatterbse (Junge Blätter und die Samen. Alle Platterbsen können genutzt werden, bei der Knollenplatterbse wird die Wurzel verwendet, sie enthält Stärke und Zucker. Man kann aus ihr ein gutes Speiseöl gewinnen.)

Pestwurz (Die jungen Blätter kräftig abzubrühen und als Gemüse zubereiten.)

Portulak (Im Frühjahr bevor die Blüte erscheint, nutzt man die ganzen Triebe mit den Blättern. Beim Erblühen findet die Blüte Verwendung.)

Q

Queller (Als Salat oder Gemüse.)

R

Raps (Schmackhafte Blüten und Blätter.)

Ringelblume (Blütenblätter, gilt als wichtige Heilpflanze.)

Rohrkolben (Das Mark der Wurzeln enthält bis zu 40 % Stärke, die in Wasser herausgelöst werden kann. Das Mark der Schösslinge wird leicht angebraten zu einem leckeren Gemüse. Der weibliche, braune Kolben kann wie Maiskolben zubereitet werden. Aus dem männlichen Blütestand, der über dem weiblichen sitzt, kann ein Pollenpulver gewonnen werden, das man Mehl zusetzen kann. Die Wurzeln und jungen Stängeln werden abgeschält und man kann den inneren, weissen Teil kann man gekocht oder roh essen. Die Pollen aus der Blüte klopft man vorsichtig hinaus und rührt sie mit Wasser zu einem Brei, aus dem man Fladen backt. Nicht verwechseln mit der giftigen Schwertlilie, welche eine ausgeprägte Mittelrippe besitzt und am besten durch eine Standortbeobachtung abzugrenzen ist.)

 

Rose (Schmackhafte Blütenblätter.)

Rainkohl (Die Blätter können für Wildgemüse oder Salat gesammelt werden, auch die Blüten sind essbar.)

S

Schlüsselblume (Blätter und Blüten. Die Blüten enthalten ätherische Öle und die Blättchen sind reich an Vitamin C und Mineralsalzen, enthalten aber auch Saponine, Glykoside und Pflanzenschleime, die reizlindernd und schmerzstillend wirken. Schlüsselblume hilft bei Bronchitis und Husten. Die Blüten sollten rasch getrocknet werden.)

Springkraut (Blüten und die Samen, die ganz jungen Blätter zumeist gekocht.)

Wiesenschaumkraut (Junge Blätter, Samen und Blüten. Enthält Senföle und reichlich Vitamin C. Andere Schaumkrautarten können ähnlich verwendet werden.)

Ackerschachtelhalm (Junge Sporenkolben und Wurzeln werden genutzt. Die jungen Triebe schmecken sehr fein, Ackerschachtelhalmtee ist bekannt bei Blasen und Nierenerkrankungen. Man kann den Ackerschachtelhalm mit dem dünnsprossig wachsenden Sumpfschachtelhalm verwechseln, doch erscheint die grüne Sprosse des Ackerschachtelhalms erst nach Verschwinden der Fruchtsprosse. Der Sumpfschachtelhalm ist schwach giftig. Sind die Stängel breiter als 3 mm und haben die Blattscheiden mehr als 8 Zacken, liegt der Ackerschachtelhalm vor. Beim Sumpfschachtelhalm sind die Zacken weniger als 8 und dunkel gefärbt, wie auch die unteren Scheiden der Seitenäste eine dunkle Farbe besitzen. Ackerschachtelhalm enthält viel Kieselsäure, was den Einsatz bei Nierenkrankheiten und Probleme des Bindegewebes begründet. Die Kieselsäure löst sich in den Tee nur heraus, wenn die grünen Sommertriebe mindestens 20 Minuten abgekocht werden. Ackerschachtelhalm wirkt sich blutstillend bei Nasenbluten aus. Bei Nieren - und Blasenleiden, bei Wassersucht und bei Ruhr wird Ackerschachtelhalm benutzt. Gute Schachtelhalme haben keine braunen Stellen.)

Schafgarbe (Blüten und die jungen Blätter sind sehr schmackhaft. Schafgarbe wird geschätzt wegen ihrer anregenden, stärkenden, entzündungshemmenden, entkrampfenden und antiseptischen Wirkung -Leber, Galle und Niere- geschätzt. Die Kombination von ätherischen Ölen, Bitter- und Gerbstoffen macht sie darüber hinaus zu einem magen- und darmstärkenden Mittel. Wegen der entzündungshemmenden und antiseptischen Wirkung kann ein in Tee getränktes Tuch als Umschlag auf Wunden und Entzündungen helfen. Bei Entzündungen in der Gurgeln mit dem Tee.)

Scharbockskraut (Die Blätter mit dem hohen Vitamingehalt vor der ersten Blüte sammeln. Während und nach der Blütezeit gilt das Scharbockskraut, ab einer gewissen Menge, als schwach giftig. Die Wurzeln erst nach der Blüte ernten, sie können auch als Gemüse gekocht werde.)

Sonnenblume (Blütenblätter und die Knospen finden Verwendung.)

Sauerampfer (Junge Blätter, Stängel, Samen und Triebspitzen. Keine Blätter mit braunen Flecken pflücken. Der charakteristische, saure Geschmack des Sauerampfers entsteht durch den hohen Gehalt an Vitamin C, Oxal- und anderen organischen Säuren. Roh gegessen hat er einen günstigen Einfluss auf die Verdauung und dient zur Blutreinigung. Gekocht wirkt Sauerampfer leicht abführend.)

Storchschnabel (Gerade die Blätter, Blüten und Samen vom Wiesenstorchschnabel und dem Stinkstorchschnabel werden genutzt. Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Eisenhut, die Eisenhutblätter besitzen jedoch nicht so tiefe Einschnitte wie der Storchschnabel.)

Ackersenf (Blätter, Blüten und die Samen. Die Blätter sind reich an Proteinen, Provitamin A, Mineralsalzen und den Vitaminen B und C. Die rohe Pflanze wirkt appetitanregend, verdauungsfördernd und antiseptisch. Der schwarze Senf wird in gleicher Weise genutzt.)

Spargelbohne (Die jungen Hülsen und Samen ergeben ein wohlschmeckendes Gemüse.)

Schilf (Die Wurzel enthält bis zu 15 % Zucker und 50 % Stärke und wird zumeist gekocht genutzt. Die Samen, die im Herbst gesammelt werden, dienen der Mehlherstellung und das Innere der Blatttriebe ist roh oder gekocht essbar. Auch die Wurzeln können zur Brotherstellung genutzt werden. Die im Frühjahr wachsenden Schösslinge sollten rasch nach der Ernte zubereitet werden.)

Wildes Stiefmütterchen (Die Blüten sind sehr schmackhaft, auch die jungen Blätter und Wurzeln werden genutzt. Stiefmütterchen hilft bei Bronchitis und Husten.)

Wiesensalbei (Verwendung finden die Blüten. Salbei enthält ätherische Öle, Gerbstoffe, Harze und organische Säuren. Er wirkt antiseptisch, desinfizierend und fördert die Wundheilung. Bei Angina einfach den Tee gurgeln. Es können auch die zarten Blätter verwendet werden. Alle Salbeiarten wie z.B. der Gartensalbei oder klebrige Salbei sind nutzbar.)

T

Thymian (Blühende Sprossentriebe werden genutzt. Thymian ist reich an ätherischem Ölen, er wirkt stärkend und beruhigend bei Blinddarmreizungen, Magenerkrankungen und Nervenschwäche. Thymian wirkt schwach desinfizierend, vor allem für die Lungen und hilft ausgezeichnet bei Bronchitis.)

Taubnessel (Blüten, die jungen Blätter und Triebe und die Wurzeln. Die weisse Taubnessel gilt als sehr heilkräftig, sie kommt auch in der Frauenheilkunde zur Anwendung. Die gelb blühende Goldnessel ist weniger schmackhaft.)

Taubenkopfleimkraut (Die jungen Blätter und die Sprosse roh oder als Gemüse, auch andere Leimkrautarten sind verwendbar.)

Ährige Teufelskralle (Essbar sind die jungen Blätter und die mohrenförmigen Wurzeln, die als Reservestoff Kohlenhydrate enthalten. Auch die zarten Blütentriebe schmecken fein.)

 

Teichsimse (Wurzeln und Samen.)

 

Topinambur (Wurzeln und Blüten.)

 

Tellerkraut (Blätter, Stängel, Wurzeln und Blüten.)

 

V

Veilchen (Veilchenblüten sind sehr schmackhaft und Veilchenblätter können die ganze Saison hindurch verwendet werden. Veilchen enthalten neben ätherischen Ölen, das Alkaloid Violin sowie Saponine und wird als natürliches Heilmittel bei Husten und Bronchitis eingesetzt. Ein Absud aus der Veilchenwurzel hilft beim Gurgeln bei Angina.)

Vergissmeinnicht (Schmackhafte Blüten und die jungen Blätter.)

W

Wegwarte (Genutzt werden die jungen Blätter, Stängel, Blüten und die Wurzeln. Die geröstete Wurzel ist als Kaffeeersatz bekannt. Der Tee wirkt gegen Würmer und hilft bei Magenbeschwerden, führt ab und gilt als harn - und schweisstreibend.)

Schmalblättriges Weideröschen (Junge Blätter roh oder als Gemüse und die Blüten. Die jungen Stocksprossen und Triebe ergeben, vor der Blüte geerntet, ein feines Gemüse. Die Wurzel wird ab Frühjahr bis vor Blütebeginn genutzt. Auch die anderen Weideröschen sind zu verwenden. Die Blätter weisen reichlich Vitamin C, hohe Mineralstoff - und Spurenelementgehalt auf.)

Wiesenknopf (Junge Blätter und Blüten. Beim grossen Wiesenknopf, der nicht so würzig schmeckt wie der kleine Wiesenknopf, kann auch die Wurzel vom ersten Jahr verwendet werden. Der Wiesenkopf enthält ätherisches Öl, Gerbstoffe, Saponine, Vitamine und Mineralsalze. Die Gerbstoffe der Blätter wirken adstringierend und blutstillend. Die Saponine und das ätherische Öl regen die Verdauung an und wirken gegen Blähungen. Die Blätter werden roh zubereitet, da er gekocht sein Aroma verliert.)

Wiesenbocksbart (Blüten, die jungen Sprossen, die zuckerhaltigen Blätter und die Wurzeln, die wie Schwarzwurzeln zubereitet werden.)

Wasserlinse (Roh oder Dünsten, in sauberen Gewässern.)

Waldmeister (Junge Blätter und Blüten. Waldmeister ist ein Beruhigungsmittel und hilft bei Verdauungsbeschwerden. Nicht in grösseren Mengen verwenden.)

Spitzwegerich (Das ganze Jahr über die jungen Blätter, auch die delikaten Blüten, Samen und feinästigen Wurzeln werden genutzt, wie auch beim Breitwegerich. Der Spitzwegerich hat ein herbes und gewöhnungsbedürftiges Aroma. Der Spitzwegerich ist ein altes Lungenheilmittel, denn seine Blätter enthalten Kieselsäure, die gewebefestigend wirkt, Schleimstoffe, die Schleimhäute schützend überziehen, sowie antiseptische - keimtötende Substanzen. Er hilft bei fiebrigen Lungen und Bronchialleiden, da er antibiotische Wirkstoffe besitzt. Dazu enthält er noch Vitamin C. Alle Wegericharten enthalten Proteine, Vitamine und Mineralsalze, aber auch Schleim- und Gerbstoffe. Sie wirken blutreinigend, antiseptisch, blutstillend und gewebefestigend. Man nutzt den Tee bei Verschleimung, Husten, Blasenentzündung und die frischen Blätter als Wundheilmittel.)

Vogelwicke (Junge Blätter, Samen und Blüten. Die anderen Wickearten sind auch verwendbar.)

Blutweiderich (Schmackhafte Blätter, Blüten, Sprossen und Stängel.)

Ackerwinde (Junge Blätter, Blüten und Triebe. Die Zaunwinde wird ähnlich verwendet.)

 

Wiesenflockenblume (Blätter und Blüten.)

 

Wasserdarm (Die jungen Triebspitzen, Blätter, Blüten und Samen.)

 

Wiesenwitwenblume (Blätter und Blüten.)

 

Gelber Wau (Blätter, Blüten und Triebe.)

 

Z

 

Waldziest (Die im ersten Jahr noch weichen Wurzeln, Samen und die Blätter finden Verwendung, wie auch beim Sumpfziest. Beim Heilziest werden die jungen Blätter und Triebspitzen, wie auch die Blüten verwendet.)

 

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