All ~ Eins ~ Sein


Der Körper ist in Einheit mit der Erde, die Summe aller Einflüsse führt zu einem Gleichgewicht von Körperbedarf und Energieverbrauch. Der Ernährungsweg ist im irdischen Gleichgewicht durch die allumfassende Identifikation auf natürliche Weise gegeben, da der Konsum nicht mehr darauf abzielt, den Körper zu spüren. Ein gesunder Körper ist in seiner ganzheitlichen Lebensweise nicht auf Stellen zentriert, er spürt keinen quälenden Hunger und ist frei von allen Krankheiten.

 

Der sichtbarste Bezugspunkt zu Erde ist für den Körper die Ernährung, welche in der natürlichen Nahrung sein Gleichgewicht und in der ursprünglichen Nahrung seine Vollendung findet. In der Ernährung ist ein objektives Feld in der ursprünglichen Natürlichkeit zu erkennen, sie gilt für alle menschlichen Körper, unabhängig von einem spirituellem Lebensweg. Im täglichen Ritual der Ernährung mit der Erde lässt sich die Vollkommenheit der Erde für alle Menschen beschreiben und erleben.

 

Um den Wert der ursprünglichen Nahrung in Worte zu fassen ist nicht nur ein wissenschaftlicher Blick auf die Wildpflanzenforschung nötig. Die Kraft der Erde und der Sinn einer ganzheitlichen Ernährung bildet die Basis um die Thematik der ursprünglichen Nahrung darzustellen. Auf der Homepage findet sich dazu eine aktualisierte Liste zu den essbaren Gewächsen.

 

Leider sind sich noch nicht alle Menschen über das Vorhandensein von essbaren Wildpflanzen bewusst. Sie wirken einzigartig auf die Gesundheit und wachsen zudem noch kostenlos auf jeder Wiese. Immer mehr Menschen wird klar, dass die angebotenen und geleisteten Konsumartikel die Lebensqualität nicht erhöhen, sondern in eine gesundheitsgefährdende Abhängigkeit führen. Es ist eine wichtige Aufgabe der Menschheit, die Schwächen der industriellen Nahrung aufzudecken und zu akzeptieren, dass die Wissenschaft nur widersprüchliche Vorgaben zum Ernährungsbedarf geben kann. Sie versuchen einen individuellen und veränderlichen Bedarf zu verallgemeinern, weshalb sie keine objektive Aussage präsentieren können.

 

Auch wenn die Wissenschaft nie fähig sein wird, den wirklichen Ernährungsbedarf eines Menschen festzulegen und die dynamischen Veränderungen in der Einheit für sie nicht greifbar sind, so bestätigt sie die Kraft der ursprünglichen Natur in ihrem Rahmen. Nur mit einer natürlichen Nahrung wird der Körperbedarf im Gleichgewicht zum Verbrauch abgedeckt, um die Einheit mit der Umwelt zu zelebrieren.

 

Ursprüngliche Nahrung bedeutet von der Kraft wilder Pflanzen, Bäumen, Wurzeln, Nüssen, Samen, Pilzen oder Früchten zu profitieren und ihren Wert spürbar zu erleben. Die stärksten Nahrungsmittel für den Menschen sind die Urstoffe und die Nahrungsmittelindustrie kann keine vergleichbaren Alternativen herstellen, wie auch die synthetische Produktion von Nahrungsergänzungsmittel die Kraft der Wildpflanzen nicht ersetzen können. Wissenschaftliche Studien belegen die Grenzen der Nahrungsergänzungsmittel und die Notwendigkeit der Pflanzennebenstoffe für die Körperaufnahme. Die natürliche Nahrung stärkt den Menschen und beschenkt diesen mit einer ganzheitlichen Gesundheit. In der ursprünglichen Nahrung findet der Begriff Natürlichkeit seine stimmige Vollendung.

 

Eine synthetische Produktion von Pflanzeninhaltsstoffen ist inzwischen eine stark kritisierte Vorgehensweisen, da das Verhältnis aller Inhaltstoffe im Zusammenspiel auf den Menschen wirken und sich als unschlagbare Ganzheit in der Pflanze präsentieren. Selbst das Veredeln oder Extrahieren bestimmter Pflanzeninhaltstoffe in der Phytotherapie findet immer weniger Befürworter. Bei einer dauerhaften Anwendung mit den Kräften der Erde kann nur die ursprüngliche Form alle Erwartungen erfüllen. Diese Erfahrung wird von immer mehr Menschen bestätigt und entkleidet die wissenschaftliche Vorgehensweise als Wertminderung. Die ursprüngliche Natur übertreffen zu wollen steht für den grundlegenden Irrtum der Menschheit und hemmt die wahre Entfaltung vom menschlichen Potenzial mit der Schöpfung. Jeder wissenschaftlicher Drang zeugt von einem Zweifel an der Vollkommenheit der Natur und einer fehlenden Erfahrung im Umgang mit ihr.

 

Da sich in der Vergangenheit viele Menschen von der Natur entfernt haben, ist die Vertrautheit mit diesen Heilpflanzen oftmals verloren gegangen. Wir erleben aber seit einigen Jahren eine regelrechte Renaissance der Wildpflanzen und diese Bewegung führt nicht in das Wissen der Vergangenheit zurück, sondern vermittelt neue Ansätze im Pflanzenumgang.

 

Die ursprüngliche Nahrung ist die Gelegenheit die Vollkommenheit der Natur und eine steigende Lebensqualität zu erfahren. Der größte Teil der Pflanzen auf einer Wiese sind nicht nur essbar, sondern auch die stärkste Gesundheitsquelle für den Menschen. Unsere Kulturpflanzen sind überzüchtet und werden naturwidrig in Monokulturen am Leben erhalten. Wir können nicht von geschwächten und künstlich gezogenen Pflanzen strahlende Gesundheit erwarten. Wildkräuter, die sich in der Natur selbst durchgekämpft und ihren Standort ausgesucht haben, enthalten ein Vielfaches an Vitalstoffen im Vergleich zu den Kulturgewächsen.

 

Der Anbau von Zuchtsorten geht auf Kosten anderer Arten und es bildet sich bald wieder Unkraut um das biologische Gleichgewicht im Boden wiederherzustellen. Es nutzen immer mehr Menschen die ursprüngliche Nahrung und in ihrer Anwendung findet die Natur eine steigende Wertschätzung. Diese Beachtung wird der Natur neue Freiräume ermöglichen um ihre ganze ökonomische Kraft zeigen zu können. Der ertragreichste Anbau von Pflanzen liegt im wachsen lassen und der Natur alle Zeit zu geben in vollen Düften zu erblühen.

 

Wildpflanzen zeichnen sich nicht durch ihre Größe aus, sondern durch ihren unschlagbaren Wirkstoffgehalt aus. Wildpflanzen sind Kulturpflanzen bei den Inhaltsstoffen bis zu Achtzigfach überlegen.

 

Der hohe Vitamin- und Mineralstoffgehalt der Wildpflanzen zeigt sich in einigen Beispielen im Vergleich zu den Kulturpflanzen:

 

Brennessel enthält im Vergleich Kopfsalat das Dreißigfache an Vitamin C, das Zwanzigfache an Provitamin A, das Vierzehnfache an Kalzium, das Fünfundzwanzigfache an Magnesium und das Fünfzigfache an Eisen.

 

Kopfsalat enthält pro 100 Gramm 11 mg Magnesium, 13 mg Vitamin C und 600 mg Eiweiß. Wegmalve dagegen 71 mg Magnesium, 178 mg Vitamin C und 7.200 mg Eiweiß.

 

Löwenzahn besitzt mehr Provitamin A als Karotten und das Vierzigfache im Vergleich zu Kopfsalat, darüber hinaus die Vitamine B und C sowie Mineralsalze, Gerb– und Bitterstoffe. Im Gegensatz zu Spinat enthält Löwenzahn das Dreißigfache an Eisen. 

 

Im Vergleich zu Kopfsalat besitzt Vogelmiere doppelt soviel Kalzium, dreimal soviel Kalium und Magnesium, siebenmal soviel Eisen und bis zu achtmal mehr Vitamin A, B und C.

 

Die ursprünglichen Pflanzen enthalten im Durchschnitt das Dreifache an Magnesium und das Zehnfache an Eisen. Wie auch im Bereich der Mineralstoffe findet sich in den Wildpflanzen ein viel höherer Vitamin- und Eiweißgehalt.

 

Wildpflanzen eignen sich wegen ihrer Inhaltsstoffe hervorragend zu einer Entgiftungskur. Durch die Vitalstoffdichte der Wildpflanzen neutralisiert der Körper die Gifte und überschüssigen Säuren. Viele Wildpflanzen wie Gundelrebe, Bärlauch, Brennessel oder Giersch wirken gezielt entgiftend, regulieren die Blutwerte und stärken das Immunsystem.

 

Diese beeindruckende Liste lässt sich beliebig fortsetzen, insofern die jeweilige Pflanze schon erforscht wurde. Die Forschungsfaulheit im Bezug auf Wildpflanzen ist damit zu begründen, das mit der ursprünglichen Nahrung kein Geld zu verdienen ist. Selbst wenn die Wissenschaft alle Inhaltstoffe der wildwachsenden Pflanzen erforscht hätte, sie könnte nur in ihrem begrenzten Rahmen die Urkraft bestätigen. Für keinen Wildpflanzenkenner ist es nötig, dass die Wissenschaft die fehlenden Zahlen erforscht, da Wissenschaft nur ein Zweifel an der Natur ist. Sie kann nur in ihren Grenzen das bestätigen, was jetzt schon Menschen, bei denen kein wissenschaftlicher Blick die Aufmerksamkeit mindert, auf der Sinnesebene erleben. Die Begrenztheit der Wissenschaft zeigt sich im Ausklammern der dynamischen Veränderung von Körpern innerhalb ihrer Einheit. Alles hängt zusammen und diese Vollkommenheit der Natur lässt keine treffende Wissenschaft zu, da sie nur Teile betrachten und die ständigen Veränderungen im Bedarf nicht fassen kann. Der Nahrungsbedarf eines Menschen richtet sich nach seinem ganzheitlichen Verbrauch, deshalb kann auch nur das Erleben mit den offenen Sinnen die ausreichende Bedürftigkeit wirklich decken.

 

Wildpflanzen machen für Stunden wirklich satt und berühren auf wundersame Weise die Sinne. Zuchtpflanzen haben auch im Vergleich zum Unkraut einen viel geringeren Gehalt an pflanzlichem Eiweiß. So Veganer zu sein, bedeutet so gesund wie möglich zu leben und alle Gedanken um die Thematik Nahrung verlieren sich. Der Mangel an Mineralstoffen und Vitaminen in der Nahrung ist die Hauptursache für den schlechten Gesundheitszustand aller hochzivilisierten Völker. Ein Mangel bei Veganer ist nur gegeben, wenn kein Anteil ursprünglicher Nahrung bei der Ernährung berücksichtigt wird und sich deshalb das natürliche Verhältnis nicht entfalten kann. Die negativen Folgen tierischer Nahrung sind schon längst erwiesen und können nicht nur als Mangelerscheinung angesehen werden, da sie in lebensbedrohlicher Weise den Menschen gefährden.

 

Die ursprünglichen Pflanzen besitzen ein ausgewogenes Mengenverhältnis der einzelnen Inhaltsstoffe zueinander und sind in ihrer ursprünglichen Erscheinung ideal auf den menschlichen Bedarf abgestimmt. Bei der Zucht und scheinbaren Veredelung der Pflanzen ging diese Vitalstoffdichte mehr oder weniger verloren. Wildgemüse und Wildfrüchte stärken als Urnahrung die Gesundheit oder stellen diese wieder her. Sie erhöhen die Widerstandsfähigkeit gegenüber allen Krankheiten und entkleiden die Nahrung als Erderfahrung.

 

Werden die natürlichen Wege der Heilung beseitigt, indem Pflanzen ihr Lebensraum genommen wird, sie durch Luftverschmutzung, chemische Einflüsse und Umweltzerstörung geschwächt werden, beraubt sich der Mensch wichtiger Möglichkeiten der Aufladung seines Körpers. Die friedliche Nahrungseinnahme lässt auch das Energieproblem lösen. Die Natur arbeitet mit diesem System schon seit Millionen Jahren völlig rückstandsfrei. Bei der Herstellung werden die häufigsten Grundstoffe (Sonnenlicht, Erde, Luft und Wasser) kostenlos verwendet. Der Abfall wird selbständig zu Grundstoff und Dünger für neue Pflanzengenerationen. Jedes Nahrungsmittel wird ohne Müll perfekt verpackt, die Nahrungslieferanten verbrauchen unsere Abluft und liefern uns dafür den lebensnotwendigen Sauerstoff.

 

Viele Menschen hoffen immer noch auf die Wundermedizin, die ihnen ihre Krankheiten nimmt, ohne dass sie ihre Lebensweise ändern. Aber diese Wundermedizin kann und wird es niemals geben. Es gibt viele Beispiele die zeigen, dass selbst unheilbare Krankheiten heilbar sind, wenn wir uns konsequent mit den Kräften der Natur verbinden.

 

In der natürlichen Ernährung und der Beteiligung aller Sinne transformiert sich der Hunger in einen Liebesprozess. Ohne diese Transformation wählt man beim kleinsten Anflug von Hungergefühl abgefertigte Nahrungsmittel und schlingt sie mit abgelenkten Sinnen hinunter. Für viele ist es Gewohnheit aus einer unzufriedenen Lust zu essen. Hunger steht für die Auswirkung von unnatürlicher Nahrungsnutzung und dem unerfüllten Körperbedarf.

 

Viele halten Genuss für eine Errungenschaft unserer Wohlstandsgesellschaft und betreiben einen unglaublichen Aufwand immer neue Nahrungskreationen einfallen zu lassen. Es ist die gleiche Suche, die Vollkommenheit der Natur zu übertreffen, wie sie in der Wissenschaft zu beobachten ist und zeugt von einer unerfüllten Sehnsucht nach der Naturerfahrung. Durch Wildnahrung kommen wir vom üblichen Konsum zum Genussessen und die Mahlzeiten werden zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis. Wir finden das Hier und Jetzt in der Pflanze und haben einen schicksalshaften Bezug zu ihrem Erscheinungsort. Die hohe Anzahl der Vitalstoffe führt zu einer körperlichen Sättigung ohne das schwere Völlegefühl. Wir benötigen weniger Nahrung und die Zähne werden, im Gegensatz zur Industrienahrung, durch die Wildpflanzen gereinigt. Nahrung sollte ein konstantes und leichtes Wohlgefühl übermitteln. Wildnahrung führt zu diesem vitalen und konstantem Befinden. Die Nahrungsaufnahme ist oftmals eine ungenutzte Energiequelle, da Essen als ein Vernichtungsprozess zelebriert wird, nicht als lebendiger Austausch mit der Erde.

 

Essen ist keine Vernichtung, Nahrung ist Liebe und eine Nahrungsnutzung von Tieren zeugt nur von einer Trübung der menschlichen Sinnesfähigkeiten. Tierische Nahrung beschwert den Körper und lässt diesen rebellieren. Alle Aspekte unterstreichen, eine tierische Nahrungswahl ist nicht für den menschlichen Körper geeignet. Tiere sind unsere direkten Verwandten, sie besitzen eine ähnliche Leidensfähigkeit und Überlebensstrategie. Keine tiefen Erfahrungen mit der Natur sind nötig, um anzuerkennen, was sich für ein Unterschied zeigt, wenn ein Stück von einem Tier abgetrennt wird, im Gegensatz dazu, eine Blüte von einer Pflanze zu nutzen.

 

Pflanzen kennen in dieser Weise keine leidvolle Tötung, da sie für eine andere Fähigkeit der Erde stehen und eine direkte Austauschqualität mit dem Boden besitzen, welche nicht bei den Tieren zu finden ist. Die pflanzliche Lebensweise ist ein Dasein, um den Menschen Nahrung anzubieten und lockt dahingehend unsere Sinne. Im praktischen Eintauchen in die ursprüngliche Nahrung findet sich die Erfahrung, dass sich eine besondere Qualität der Nahrungsnutzung einstellt, da nur ein Teil der Pflanze genommen wird. Die  Gewächse werden nicht mehr ihrem Lebenswachstum beraubt oder ihrer Fähigkeit zur Vermehrung.

 

Der Reiz zu Sammeln besteht in der Offenheit aller Sinne, um einen wirklichen Kontakt mit der Pflanze zu gewährleisten und deshalb ist der allumfassende Wert der Pflanzenwelt nicht über das Erlernen von Vorgaben zu erfahren. Offene Sinne kennen keinen festen Plan bei der Vorgehensweise. Pflanzen ziehen ganzheitlich Menschen an und decken so in ihrer einzigartigen Vollkommenheit den Bedarf des Menschen. Steht das erlernte Wissen nicht zwischen der Pflanzenwahl, wird es nur bestätigt und erfährt erst in dem Phänomen der zufallsfreien Sinneswahl ihre einheitliche Vollkommenheit.

 

In der Erdharmonie hängt alles miteinander zusammen und die Pflanzen, welche uns im Hier und Jetzt begegnen, zeugen von der allumfassenden Ordnung in der Natur. Pflanzen aktivieren unser Sinnespotential, bewirken eine aktive Fürsorge für die Umwelt und öffnen das Potenzial der menschlichen Sinne.

 

Es gibt einige Vorurteile gegenüber Veganern, wobei diese in den letzten Jahren stetig abnehmen und ihre alten Grundlagen von der Wissenschaft wiederlegt werden. Selbst das oft angeführte Vitamin B12 Argument ist inzwischen wissenschaftlich entkräftet. Dies spricht nun für die Wildpflanzenwahl, da man bei der ursprünglichen Nahrung die Pflanze nicht zu stark von den Mikroorganismen der Erde säubert und deshalb eine besondere Qualität der Vitamin B 12 Quelle zur Verfügung steht.

 

Wer das Alter der Naturkenner anschaut, der wird in jeder Hinsicht Bestätigung für die ursprüngliche Ernährung finden. Nicht nur das sie um viele Jahre älter wurden, sie können auch keine Erkrankungen im Alter vorweisen. Die heutige hohe Lebenserwartung ist nur auf die Medizin zurückzuführen, die das Leben mit Schmerzen verlängert, deren Medikamente aber Nebenwirkungen verursachen und die Lebensqualität mindern.

 

Die meisten Wildgemüse sammelt man im Frühjahr und Frühsommer vor der Blüte. Das Pflanzengewebe ist bei den Gewächsen dann noch saftig und zart, wie auch der Nährwert besonders viel Energie beinhaltet. Beim Erscheinen der Blüte steigt diese Kraft in die blühenden Farbenpracht und nachdem Verblühen wird die Energie der Wurzel zugeführt.

 

Viele Pflanzen sind einjährige oder zweijährige Gewächse, es gibt aber auch ausdauernde Pflanzenarten. Einige Pflanzen erscheinen während einem Jahr immer wieder frisch und selbst im Winter finden sich einige Vertreter, die noch jede Menge Nährstoffe in ihren Blättern beinhalten. In schneereichen Wintern sind selbst unter der Schneedecke noch kraftvolle Pflanzen zu finden, es bilden sich schon Baumknospen für den nächsten Frühling und an Waldrändern stehen z.B. Brombeerblätter zum Verzehr bereit.

 

Mild schmeckende Pflanzen (Giersch, Brennessel, Vogelmiere, Himbeerblätter, Taubnessel, Gänseblümchen, Distelblätter, …) werden in größeren Mengen verzehrt und würzig schmeckende Pflanzen (Sauerampfer, Schafgarbe, Frauenmantel, Gundelrebe, Nelkenwurz, Scharbockskraut, …) werden sparsamer verwendet.

 

Geerntete Pflanzen, welche erst später konsumiert werden, locker und schattig in einem Korb bei trockenem Wetter sammeln. Undurchlässige Plastiktüten schaden nur dem Sammelgut und selbstverständlich bleibt Wildgemüse länger frisch als Gartengemüse. Natürlich wird nicht an den Rändern von befahrenen Straßen und gedüngten Feldern gesammelt.

 

Ob die Blattstiele vor der Zubereitung entfernt werden, hängt von der Pflanzenart und ihrem Alter ab. Bei jungem, zartem Sammelgut ist das nicht nötig. Stängel werden bei manchen Pflanzen geschält, da in der Außenhaut zum Teil harte Faserstoffe eingelagert sind. Wurzeln kann man leichter schälen, wenn man sie mit heißem Wasser übergießt, wie auch Blätter mit rauer Behaarung danach gaumenfreundlicher werden.

 

Zum Säubern von manchen Wurzeln eignet sich eine Gemüsebürste. Wurzeln und andere Pflanzenteile werden erst vor der Zubereitung zerkleinert. Pflanzenteile werden, je nach Sammelgebiet, kurz und gründlich abgewaschen, gerade bei den Blüten gehen dabei viele Wirkstoffe verloren. Es ist nicht zu empfehlen die Ernte mit viel Wasser zu waschen, da dabei wasserlösliche Vitamine und Geschmacksstoffe ausgeschwemmt werden. Das betrifft auch Mikroorganismen, welche eine wichtige Vitamin B12 Quelle in der ursprünglichen Nahrung darstellen. Eine Waschung ist nicht sinnvoll, wenn die Pflanzen zur Trocknung für eine Teeherstellung verwendet werden, der Trocknungsvorgang beinhaltet eine Reinigung. Zum Trocknen werden die Kräuter an einen schattigen und zugigen Ort aufhängt oder auflegt, wobei manche Kräuter öfters gewendet werden. Die getrockneten Kräuter werden lichtgeschützt in Glasgefäßen oder Papiertüten aufbewahrt, sie sind in der Regel 1–2 Jahre haltbar.

 

Im Eintauchen in die Vollkommenheit der ursprünglichen Natur verliert sich der wissenschaftliche Begriff einer Giftigkeit, nicht nur weil alle Sinne geöffnet sind und gerade die erfahrenen Geschmacksknospen als Anzeiger dienen. Auch über das Aussehen der Pflanze, was in der Signaturlehre angedeutet wird und in der schicksalshaften Pflanzenbegegnung lassen sich Rückschlüsse auf ihre Wirkfähigkeit schließen. Giftigkeit ist nur bezogen auf die Menge und besonders Pflanzengifte sind eine geschätzte Gesundheitsquelle bei Krankheiten.

 

Die innere Vorsicht vor den scheinbaren Giften der Natur verzerrt die Offenheit der Sinne und nur im Fehlen dieser Sinnesablenkung ist der unbegrenzte Wert der Natur zu erfahren. Für Sammelanfänger kann, neben der Offenheit der Sinne, ein geeignetes Pflanzenbuch zusätzliche Sicherheit vermitteln. Das führt in der Praxis dazu, alle Pflanzen bestimmen zu können und ihre wissenschaftlichen Giftigkeit. Mit dieser Sicherheit besitzt die hemmende Vorsicht keine Grundlage und bestätigt die Vollkommenheit der Sammelwahl mit den offenen Sinnen.

 

Für das Sammeln von Pilzen habe ich auf der Homepage keine Liste erstellt, doch sind sie ein wichtiger Bestandteil der ursprünglichen Nahrung und auch hier vermittelt ein geeignetes Pilzbuch zusätzliche Sicherheit. Pilze werden sauber über der Erde abgeschnitten oder am Stiel rausgedreht. Sie erscheinen vorwiegend im Sommer und Herbst und brauchen ausreichend Feuchtigkeit. Pilze bestehen zu 90% aus Wasser und enthalten viel Eiweiß, aber auch Kohlenhydrate und neben einem unbedeutenden Fettanteil, die Vitamine A, B und D. Pilze werden natürlich, wie Wildgemüse, luftig und nicht in Plastiksäcken transportieren.

 

In der Phytotherapie wird ein starker Aufwand betrieben Inhaltstoffe zu extrahieren und diese Praxis zeugt von einem unvollständigen Verständnis für die Vollkommenheit der Natur. Bei Krankheiten ist diese Sinnhaftigkeit auf den ersten Blick nachvollziehbar und doch ist bei dauerhafter Anwendung die frische Pflanze als Ganzheit für die Gesundheit unschlagbar. Bei der Veränderung einer Pflanze wird davon ausgegangen, dass der Mensch sich nicht dauerhaft mit der ursprünglichen Natur verbündet, was nicht nur seine Krankheit verursachte, sondern auch zur dieser Vorgehensweise führt. Findet ein Mensch sich in der Verschmelzung mit der Natur wieder, verliert sich der Sinn dieser Vorgehensweise. Bei der dauerhaften Anwendung erzielt die Vielfalt ganzer Pflanzen eine Vollendung dieser Phytopraxis und der Drang nach optimaler Wirkstoffausbeute stellt sich als Wertminderung dar.

 

Der Reiz der ursprünglichen Nahrung liegt auch in der Einheit mit den Jahreszeiten, eine wettereinheitliche und taggetreue Ernährung. Sie ist das lokale Hier und Jetzt ohne zeitliche oder räumliche Verschiebung vom Wetter. Mit den offenen Sinnen entkleidet sich die Begegnung und selbst der Begriff der Wetterfühligkeit wird als ganzheitlicher Aspekt erfahren. Hunger ist das Zeichen einer fehlenden Tageseinheit von Energieverbrauch und Nahrungszufuhr. Natürliche Nahrung reguliert die hungrige Zeitdifferenz vom Bedarf zu einem taggerechten Gleichgewicht, die ursprüngliche Nahrung vertieft diesen Ernährungsweg.

 

Die unzähligen Möglichkeiten der Natur zeigen sich in den vorgabefreien Handlungen und einer natürlichen Vereinigung mit der Natur, da der Körper seine existentielle Bestimmung nur in der Harmonie mit der Erde finden kann. Jeden Tag einen Anteil an ursprünglicher Nahrung zu konsumieren stärkt die ganzheitliche Harmonie mit der Erde und stellt sich auf ungezwungene Weise im Feld der natürlichen Ernährung ein.

 

Der Körper findet seine Vollendung im Gleichgewicht mit der Umwelt, keine schmerzhaften Körperstellen mehr zu besitzen ist wahre Gesundheit. Ohne Konzentration auf einen in sich gekehrten Körperbereich ist der Mensch frei für die Einheit des Körpers mit seiner Umwelt und seiner Entfaltung im mystischen Lebensgefühl.

 

Durch die offene Aufmerksamkeit reguliert sich der Körperbedarf selbstständig, daher entwickelt sich die beginnende Anziehung und der Anteil an ursprünglicher Nahrung in der Ernährung auf natürliche Weise, wie auch die jeweilige Pflanzenwahl und die Bestandteile der Gesamtnahrung. Es gibt viele Vorgaben, aus welchen Bestandteilen Nahrung sich zusammensetzen sollte. Diese können nicht zutreffen, aufgrund des individuellen Bedarfs in einer sich entwickelnden Welt. Bewege ich mich im Feld einer natürlichen Ernährung, so ist diese Vorgabe erfüllt und jegliche innere Beschäftigung mit der Ernährung verliert sich.

 

Natürliche Ernährung schadet dem Körper nicht und so wie die ursprüngliche Nahrung zu definieren ist, ist ein Feld dieser Ernährung sichtbar. Jeder zentrierte Mensch kennt die Wirkungsweise vom Körper und bewegt sich nur noch im natürlichen Feld der Ernährung. Unabhängig davon, ob die zwanglose Nahrungswahl die Ernte aus dem Garten oder die gekaufte Kost betrifft, es sind unveränderte Lebensmittel, die von Natur aus in dieser belassenen Form gewachsen sind.

 

Bewegt sich ein zentrierter Mensch im Feld der natürlichen Ernährung, so nimmt der Anteil an ursprünglicher Nahrung zu und er findet sich irgendwann ganz in der ursprünglichen Ernährung. Das geborgene Paradies der Erde liegt für die Menschheit in der spirituellen Entfaltung mit der Natur und der bodenständigen Wertschätzung für ihre göttliche Vollkommenheit.

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