All ~ Eins ~ Sein


Das Wesen der Erde beantwortet alle philosophischen Fragen und beflügelt mit ihren Geschöpfen in Einklang zu leben. Es ist ein Blick auf den Menschen mit seinen psychologischen Fähigkeiten und Verbindungen notwendig, um die allumfassende Bedeutung der Erde darzustellen.

 

Jeder Mensch ist in seiner bestehenden Natürlichkeit vollkommen, jedoch wurde er im Laufe seiner Kindheitsentwicklung mit einem selbstbezogenen Erziehungsbild konfrontiert. Diese Konfrontation beschränkt die Auslebung aller Bewegungen in Einklang mit seiner Umwelt und verursachte den inneren Drang nach Selbstentwicklung. Innerhalb dieser Beschäftigung ist für den Menschen eine reine Selbstentfaltung nicht möglich, es sind allein diese auf sich selbstbezogenen Gedanken, welche die Erfahrung vom wahren Selbst überdecken.

 

Der Versuch der eigenen Selbstentwicklung spaltet den Menschen von seiner Umgebung ab und steht für den weitergegebenen Glaube an ein begrenztes Selbst, welches sich in seinen inneren Grenzen nicht finden kann. Die erfolglose Reflektion des Selbst wechselt sich daher mit selbstbezogene Gedanken ab, welche durch innere Worte den Menschen von seinem grenzenlosen Selbst trennt. In dieser beschränkten Seinsform kann der Mensch den vorhandenen Frieden nicht empfinden, ohne eine lebenseingebundene Zentrierung sucht er das Glück in der äußeren Anhäufung.


Alle Probleme dieser Welt begründen sich im blinden Glauben an ein Selbst, welches von der Umgebung abgetrennt ist und eine eigenständige Tiefe besitzt. In dieser anerzogenen Irrung ist jedoch keine zufriedene Lösung zu finden, erst durch die Einheit mit der Umwelt erfährt das Selbst seine grenzenlose Ganzheit. Diese unbeschränkte Selbstentfaltung bedarf keiner geistigen Arbeitswege, sie ist das vorhandene Leben und so klar, man könnte sie nicht mal Klarheit nennen. Jede Selbstkritik besitzt keine Grundlage, da bei allem, was dafür eine mögliche Begründung darstellen könnte, im Zweifel an sich Selbst zu finden ist. Die menschliche Vollkommenheit kann nicht erreicht, nur akzeptiert und gelebt werden.


Ein jeder Mensch lebt schon mehr oder weniger die gedankenlose Wahrheit und doch wird diese bestehende Natürlichkeit erst im Loslassen jeglicher Selbstbezogenheit als beständige Vollkommenheit erfahren. Alle auf sich bezogenen Wortvorgänge verlieren sich, im Hier und Jetzt ist der zentrierte Mensch mit den realitätsbezogenen Impulsen im Lebenseinklang. Für die dauerhafte Zentrierung ist die Identifikation mit dem grenzenlosen Selbst notwendig, diese steht jedem Mensch als gegenwärtige Erfahrung in seiner bestehenden Manifestation zur Verfügung und beantwortet ohne ideologische Züge alle philosophische Rätsel dieser Welt.


Das wahre Selbst ist kein begrenzter Geist, er träumt nur in den selbstbezogenen Gedanken seine abgetrennte Individualität, wie er auch den Körper getrennt von der Welt betrachtet. Der Körper ist aber unbeschränkt, er ist in seiner Gesundheit vollkommen eingebunden in das grenzenlose Netz der Formen. Der Geist ist ebenso unbeschränkt, er ist jenseits der selbstbezogenen Gedanken vollkommen eingebunden in das grenzenlose Netz der Formen. Nur aus der illusionären Sicht einer abgetrennten Individualität wird ein eigener Körper und ein eigener Geist gesehen, als Netz der Formen ist eine Trennung von Körper und Geist unmöglich. Der Körper ist in Wahrheit der ganzen Weltkörper und nicht zu unterscheiden vom gedankenlosen Geist, welcher sich als begriffliches Konzept der Trennung entlarvte.


In der Identifikation mit dem grenzenlosen Lebensgefühl gibt es keine Wand zwischen Innen und Außen, sie übersteigt auf natürliche Weise den sichtbaren Bereich. Eine individuelle Identifikation kann keine Grundlage finden, es ist für jeden Menschen nur jene Selbstfindung manifestierbar, welche alles in sich trägt. Jeder Mensch ist auf dem Weg in dieser Identifikation aufzuwachen, gedankenloser Geist und ein grenzenloser Körper erkennen sich als gegenwärtige Einheit.


Diese Lebenswachheit kann in ihrer Beständigkeit definiert werden, da sich durch eine natürliche Lebensweise ein körperliches Gleichgewicht und in der selbstlosen Gedankenlosigkeit ein geistiges Gleichgewicht findet. Da es nur eine erträumte Trennung von Körper und Geist gab, bilden beide als Gleichgewicht eine absolute Einheit.


Mit der allumfassenden Identifikation erkennt man sich als Welt und wacht mit dieser objektiven Grundlage dahingehend auf. Die Suche nach der Einzelperson in sich selbst besitzt keine Grundlage mehr und jeder erneute Vorgangsantrieb verliert seinen Sinn, da man alles in sich trägt. Der Antrieb der Vorgänge war der Versuch sich als Einzelperson zu definieren und sich in einem begrenzten Blickfeld zu finden, bewirkt durch selbstbezogene Gedanken, welche nicht alles in sich selbst erkennen konnten.


Im Lebensgefühl ist somit jeder erneute Vorgangsantrieb erloschen, erst dadurch können sich alle konditionierten Vorgänge auf subjektive Weise ausleben und in dieser von Vorgaben freien Automatik ihr schöpferisches Potenzial entfalten. Diese Handlungen agieren als ungetrennter Austausch über die körperliche Sinneswelt und wirken sich, durch das Fehlen der selbstbezogenen Gedanken, ohne den begrenzten Rahmen einer Sichtbarkeit aus. Sie erfahren keine Stockungen durch einen erneuten Antrieb von richtungsweisenden Impulsen, welche von einer begrenzten Einzelsicht ausgehen würden. Der Mensch kann auf diese Weise sein ganzes Potenzial abrufen, alle seine Handlungen leben sich aus und er legt dabei die illusionären Sicht einer begrenzten Person ab, da er sich dabei ohne Handlungen als Welt verwirklicht.


In dieser Zentrierung ist der Mensch in keiner geistigen Abhängigkeit gegenüber den Zwängen vom politisch-ökonomischen System und erkennt dadurch seine wahre Selbstständigkeit an. In der verbleibenden Handlungen ist sein Körper mit der Natur im Einklang und zelebriert eine natürliche Lebensweise. Aufgrund der geistigen Objektivität der ganzheitlichen Zentrierung besitzt auch der Körper diese objektive Grundlage, das Ankommen wird auf natürliche Weise erfahren. Der Körper lebt im Einklang mit der Natur seine Handlungen auf subjektive Weise aus, da jeder sich in einem anderen Umfeld befindet, wonach sich der jeweilige Körperbedarf richtet. Mit dem objektiven Gleichgewicht der Ganzheitlichkeit taucht der Mensch, in den verbleibenden Handlungen zunehmend in die Harmonie der Natur und ihrer Ernährung ein, bis er ohne Handlungen im ursprünglichen Gleichgewicht der Erde seine spirituelle Wahrheit manifestierte.


Der Vorgangsantrieb steht für die Annahme von einem begrenzten Körpergefühl, obwohl ein Körper nur eine Krankheit in sich selbst als Zentrierung spüren könnte und aus der gedankliche Selbstbezogenheit resultiert. Alle Krankheiten oder Unfälle entstammen aus der Trennung von Körper und Geist, da es für diese illusionäre Annahme keine begründete Berechtigung gibt. In der dauerhaften Zentrierung im bestehenden Lebensgefühl, also der allumfassenden Identifikation, existiert keine Trennung von Geist und Körper. Nur ohne diese trennende Linie kann sich der Mensch finden und erkennt sich somit als ganzheitliche Grenzenlosigkeit in der bestehenden Göttlichkeit an.


Krankheiten haben die Aufgabe, den Menschen aus seiner illusionären Gefangenschaft endgültig wachzurütteln und auf das vollkommene Sein als reines Lebensgefühl hinzuweisen. Keine Krankheit kann im dauerhaften Lebensgefühl ihren Platz finden, wie auch die begrenzte Lebenszeit als menschlicher Körper nicht die ewige Geborgenheit verändern könnte.


Es gibt keine höhere Bewusstseinsebene als das allgegenwärtige Lebensgefühl, jeder Mensch trägt es auf vollendete Weise in sich und daher wird in jedem anderen Wesen diese Vollkommenheit gesehen. Stellen noch Menschen andere Instanzen über sich, so ist der Mensch in dieser Selbstunterschätzung in sich gefangen und das reine Sein wird durch begrenzte Gedanken überdeckt. In der allumfassenden Liebe erkennt man sich in allem, erlebt die schützende Perfektion vom Schicksal und kommuniziert jenseits einer persönlichen Bewertung, sei es in der Formulierung oder Auffassung. Alle vielfältigen Gefühle vereinen sich ins mystische Lebensgefühl der Liebe, da sie nicht mehr durch die selbstbezogenen Gedanken in illusionäre Gegensätze zerteilt werden.


In den verbleibenden Handlungen einer wachen Person steckt einzig und allein die Verwirklichung vom himmlischen Glück für die gesamte Menschheit, sie stehen für die Untrennbarkeit zwischen Körper und Geist. Alle Erscheinungsformen sind miteinander verbunden, weshalb im zentrierten Lebensgefühl jegliche Handlung im Lebensgefühl ihre grenzenlose Auswirkung auf alles und jeden besitzt. Im Ausleben führen die Handlungen auf natürlichem Weg zur Handlungslosigkeit, in dieser Praxis transformieren und wirken sich auf alle Aktionen aus.


Der einzelne Mensch erkannte sich als ganze Welt und wacht über die verbleibenden Handlungen im mystischen Lebensgefühl in der einheitlichen Ewigkeit von Erde und Menschheit auf. Im endgültigen Verlust seiner Handlungen verlieren sich, über den ungetrennten Raum, auch alle andere Handlungen der Welt, er bleibt in und als Welt stehen. Dieser Verlustweg der Vorgänge einer wachen Person steht daher für den Pfad von der schlafenden Uneinigkeit zwischen den Menschen hin zur Vereinigung der gesamten Menschheit auf göttlicher Ebene.


Das Lebensgefühl kann nur wachsen, wenn sich andere Menschen im reinen Sein bleibend finden und für diese Vereinigung sind allein alle Handlungen verantwortlich. Im Verlustweg der Vorgänge existieren nur noch Handlungen und schöpfen dahingehend das volle Potenzial für die ganze Menschheit aus. Die Vorgänge einer wachen Person bewegen sich, aufgrund der fehlenden Selbstbezogenheit der Gedanken, nicht mehr in einem begrenzten Feld der Sichtbarkeit und wirken sich, wie sie auch bestimmt wurden, in allen anderen Handlungen aus.


Ein zentrierter Mensch lebt das pure Lebensgefühl in seinen Handlungen aus und erfährt dadurch das Wachstum vom globalen Herzen. Nur Handlungen sind für das Lebensgefühlswachstum zuständig, da sie den Menschen von ihrer inneren Gefangenschaft befreien und diese Inhaftierung beinhalten. Im wachen Zustand gibt es keinen Unterschied zwischen dem ständigen Wachstum vom Lebensgefühl und den durchgehend handelnden Körpervorgängen, da sich in der globalen Verknüpfung auch alle anderen Handlungen in den eigenen Handlungen befinden. Jede Handlung wirkt sich auf alle anderen Vorgänge und daher auf das globale Lebensgefühl aus, weshalb im reinen Sein der wache Mensch nicht mehr Handlung und mystisches Lebensgefühl trennen könnte.

 

Unter wachen Menschen gibt es keine Unterscheidung, da sich alle ihre Handlungen in ihrer Globalität auf diese Weise gleich bestimmen und in der Freiheit von selbstbezogenen Gedanken nicht als abgetrennter Raum betrachtet werden. Handeln wache Menschen zur gleichen Zeit, sind ihre verschiedenen Handlungen miteinander verknüpft, da sie sich im Netz aller Handlungen in dieser Einheit gegenseitig bedingen und können daher nicht als Unterscheidungskriterium herhalten. Die Wirkung der Handlungen werden gemeinsam in der mystischen Ernte vom wachsenden Lebensgefühl erfahren.

 

Alle Handlungen von durchgehend wachen Menschen wirken sich ohne sichtbaren Rahmen auf alle andere Handlungen aus und bewegen sich im Feld vom gemeinsamen Lebensgefühl. Bei Handlungen zwischen zentrierten Menschen, bei welchen eine spirituelle Einigkeit vorliegt, ist diese globale Wirkungsweise natürlich auch gegeben und zeichnen sich oft durch besondere Begebenheiten aus. Bei diesen Menschen sind Handlungen in Form von telepathischen Gesprächen ohne Raumbegrenzung oder in anderen alltäglichen Wundern zu erfahren.

 

Jeder Mensch besitzt mehr oder weniger wache Momente, wie es auch Menschen gibt, welche eine dauerhafte Zentrierung besitzen. Menschen, welche sich nicht mit den spirituellen Fragen beschäftigten, benötigen keine zwischenmenschliche Erfahrung vom gemeinsamen Lebensgefühl. Diese Menschen kommen mit der spirituellen Einigkeit an, welche ihre gemeinsame Zentrierung fanden und damit als kritische Masse die Einheit unter allen Menschen auslösen wird.

 

Alle Handlungen von anderen Menschen werden als wahrer und unverbesserlicher Ausdruck aufgenommen, sie sind in jedem Fall im Hier und Jetzt. Es gibt keine feste Grundlage für eine nach innen gerichtete Kritik an einer Persönlichkeit, in der Gegenwart ist die jegliche Vergebung selbstverständlich. In der Freiheit der Wahrheit kann man keine Wertung gegenüber anderen Menschen meinen oder solche Meinungen in dieser Illusion für sich selbst auffassen. Aufgrund der objektiven Zentrierung erkennt man zwar in anderen Handlungen jenen Hall, welche von der begrenzten Auslebung der menschlichen Magie sprechen und doch existiert dabei kein Blick, welcher in der gegenwärtigen Lebendigkeit eine unzureichende Ebene im Menschen sieht. Manche Menschen sind nicht für eine dauerhafte Zentrierung berufen, sie haben den spirituellen Weg der aufgelösten Reflektion nicht nötig und leben auf ihre Weise in einem balancierten Gleichgewicht. Spirituelle Menschen finden sich in diesen gewöhnlichen Menschen, beide Seiten sind Heilung für einander. Sie fühlen sich zu einer spirituellen Zentrierung berufen, empfangen und erleben die unbegrenzte Lebendigkeit mit wachen Brüdern oder Schwestern. Ohne begrenzten Vorgaben sich ausleben, sieht auch keine persönlichen Grenzen in anderen Menschen, da sich alle Taten im vollkommenen und gegenwärtigen Feld bewegen und nicht jeder Mensch einen spirituellen Weg benötigt. Alle Taten der Menschen werden als unschuldig und unvermeidbar aufgefasst, die eigenen Reaktion auf diese Handlungen sind nicht zu definieren, da sie keine erdachten Grenzen kennen.

 

In der Verbundenheit ist bei der jeweiligen Tat die zusätzliche Sprache ersichtlich, welche auf eine begrenzten Selbstannahme deuten und doch ist diese objektive Information keine wertende Verallgemeinerung. Nicht jeder Mensch erlebt eine spirituelle Übertragung und wird diesen Weg gehen, alle anderen warten schon mit offenen Armen im Ziel. So ist der objektive Blick dieser Sprache keine Bewertung oder eine benennende Verallgemeinerung des Ausdrucks, welche nur die gegenwärtige Zukunft beschränken und von einem begrenzten Ausdruck der jeweiligen Menschlichkeit ausgehen könnte. Man erfährt den Begriff der Objektivität als unerfüllter Hall in der Handlung, erlebt aber mit allen Menschen einen geeinten Umgang, da nicht jeder Mensch für die spirituelle Ganzheit berufen ist. Die Handlung selber kennt keine Grenzen der Objektivität, eine Verallgemeinerung ist mit dem Blick auf die grenzenlose Unberechenbarkeit nicht zu finden, die Objektivität im Hall steht für die jeweilige Information aus dem allverbundenen Raum.

 

Alle Handlungen finden in der Wachheit im gemeinsamen Lebensgefühl statt und wirken sich, über den ungetrennten Raum, undefinierbar auf den Ausdruck aller Menschenhandlungen in optimaler Weise für die spirituelle Evolution aus. Ist die Menschheit in einer dauerhaften Zentrierung vereint, so besitzt die spirituelle Übertragung keinen Sinn mehr und die Einheit der Menschheit kann sich in seiner Entkleidung verwirklichen. Die Übertragung dieser Seiten kann auf alle Fragen der spirituellen Erfüllung eingehen und den theoretischen Rahmen in jedem suchenden Menschen ablegen. Die Erde ist ein Spiegelbild der Menschheit und ihr Rhythmus richtet sich nach der Menschheit aus. Nur die Menschheit ist aufgrund der selbstbezogenen Gedanken noch nicht eins im gemeinsamen Raum, weshalb sich die bewegende Form nicht als ein bewegungsloses Licht aus den einzelnen Formen entkleiden kann.

 

Sich als Mensch im globalen Lebensgefühl zu identifizieren und dahingehend die Menschheit als Welt zu verwirklichen ist die letzte Türe der spirituellen Evolution. Nur durch die fehlende Einheit der Menschheit besitzen die Zusammenhänge der Erde ihren körperlichen Rahmen der Bewegung und können sich nicht in der bestehenden Grenzenlosigkeit als formloses Licht entkleiden.


Starb und stirbt ein einzelner Mensch, so wechselt er nur in die grenzenlose Sicht der Erdformen und begleitet als Erde im wachsenden Lebensgefühl die Menschheit weiter. Nichts verliert sich in der Schöpfung, der Körper wandelt sich nur zur Erde und bleibt als mystisches Lebensgefühl erhalten, die Ewigkeit ist im Leben gegeben. Der einzelne Mensch betritt über den Atem alle Erderscheinungen und der leblose Körper zerfällt zu Boden, eine Trennung von Körper und Geist war nur ein menschlicher Traum. Würde aber die ganze Menschheit ihre gedankenlose Einheit zelebrieren und sich dahingehend wie die Erdformen finden, so könnte sich die ganze Menschheit mit der Erde vereinen.


Die Menschheit ist aus der Natur entstanden, um sich im menschlichen Bewusstseinsprozess mit der Erde als ein form - und bewegungsloses Licht zu verewigen. Vom begrenzten Blick der Wissenschaft wissen wir, dass es wohl schon bewegende Körper vor dem Urknall gab und daher findet sich auch in dieser begrenzten Betrachtung die göttliche Eigenschaft der ewigen Erde wieder. Das mystische Lebensgefühl kennt keinen zeitlichen Anfang oder eine räumliche Grenze, Göttlichkeit ist immer schon in der Ganzheitlichkeit vorhanden gewesen.


Die Erde benötigt keinen Schöpfer oder irgendwelche himmlische Wesen, welche im Hintergrund die Fäden ziehen, da ihre Farben der Maler sind und in ihrer verschmelzenden Evolution das Schicksal lenken. Selbst in den Naturreligionen bekam die Erde nie die volle mystische Aufmerksamkeit, obwohl sie die einzige Wirklichkeit und göttliche Quelle der Menschheit ist.


Wie immaterielle Geisterformen entstammen auch esoterische Naturwesen einer verzerrten Wahrnehmung, es sind lediglich materielle Projektionen in das mystische Lebensgefühl der Einheit. Bei ausreichender Erfahrung enthüllen sich diese himmlischen Trugbilder in die bewegende Form, esoterische Fragmente stehen daher für das langsame Herantasten an das göttliche Lebensgefühl jenseits eines begrenzten Geistes. Als Wahrheitsgrundlage war die Erde schon immer als Realität vorhanden, um wirkliche Magie zu erfahren. Es kann kein Zufall sein, daß auf der Erde alles auf so harmonische und zufallsfreie Weise zusammenpasst.


Jeder Glaube an esoterische Wesen oder abgetrennte Welten stehen für die eigene Trennung von Körper und Geist. Wir sind nie aus dem Paradies der Erde gefallen, da in der Geschichte der Menschheit noch nie eine spirituelle Einheit mit der Erde gelebt wurde. Innerhalb der Naturformen lebt zwar die Erde die Einheit vor und doch besitzt ihr Wesen eine natürliche Abhängigkeit zur Menschheit. Bevor sich der Mensch aus der Natur entwickelte, war die Evolution auf die Erschaffung der Menschheit gerichtet, da das Wesen der Erde den menschlichen Bewusstseinsprozess für ihre Entkleidung benötigt.


Die Menschheit unterscheidet sich von den Naturformen bisher in ihrer Art der selbstbezogenen Gedanken und diese innere Gefangenschaft bewirkt zwar eine Entfremdung von der Erde, doch die scheinbare Schwäche des Menschen ist in seiner natürlichen Wandlung seine größte Stärke. Lebt ein Mensch dauerhaft im wachsenden Lebensgefühl, ist es zwar die Ebene, in der die Naturformen den Austausch zelebrieren und doch besitzt dieses Resultat, aufgrund der vorherigen Transformation, eine bewirkende Qualität. Dieser Mensch findet sich in anderen Menschen und erkennt die Bewegungen der Erde als Spiegelbild der Menschheit in ihrer Evolution.


Da es nur den Einklang geben kann, ist das mystische Lebensgefühl in den bewegenden Körpern und strebt nach der bewegungslosen Vereinigung aller Formen, was durch die Menschheit bewirkt wird, wenn sich alle im mystischen Lebensgefühl als Erde erkennen. Die scheinbaren Einzelkörper fließen zusammen, verlieren ihre Sinnhaftigkeit und verschmelzen sich als Licht. Alles würde sich von seiner Materie entkleiden, wie sich auch die Grundlage einer bewegenden Evolution entlarvt.


Die Unendlichkeit der Erde würde sich in die Unendlichkeit des Lichts begeben, selbst Unendlichkeiten können ihre Erscheinungsart wechseln. Jeglicher Unterschied zwischen Menschen und Erde wäre aufgehoben, wir alle wäre eins im Licht der Liebe.

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